Haus Asbeck

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Hausstätte Haus Asbeck 2007
Haus Asbeck 1986
Geschäftsanzeige Preßhefefabrik und Spiritusbrennerei August Asbeck 1957
Rechnung August Asbeck
Dampf-Kornbranntwein-Brennerei
Presshefe-Fabrik 1909

Das Haus Asbeck in der Nordstraße 13 wurde als Haus an der Einmündung der Ritterstraße in die Nordstraße nach dem Stadtbrand von 1734 errichtet und war mit seiner 5-Fenster-Front zur Nordstraße und der Längsausrichtung zur Ritterstraße hin ein typischer Vertreter der nach den Stadtbränden von 1734/1741 jeweils planmäßig errichteten Neubauten. Erhalten haben sich vom gleichen Typus noch die gleich südlich anschließende Nordstraße 11 (errichtet nach 1734) und auch die Südstraße 7 (erbaut nach 1741). Nach 1992 wurde die Nordstraße 13 abgerissen. Der Nachfolgebau (Wohn- und Geschäftshaus) trägt die Anschrift Ritterstraße 2.

Geschichte

Die Hausstätte Nordstraße 13 (alt: Nro 199) befand sich im frühen 18. Jahrhundert zunächst im Besitz der Bäcker- und Brauerfamilie Krüsemann. Bäcker Eberhard Krüsemann (1682-1757) errichtete nach dem Stadtbrand von 1734 das Gebäude, in dem vor 1762 Franz Leonhard Krüsemann lebte († 1762). Dessen Witwe Clara Catharina Auff´m Ordt († 1800) heiratete 1763 der Bäcker und Brauer Johann Wilhelm Asbeck, der vor 1784 starb. Sein Sohn Hermann Asbeck (* 1768) ist als Gastwirt nach 1800 im Hause belegt. Dessen Witwe Johanna Maria Asbeck geb. Isenbeck führte 1833 die Gastwirtschaft unter dem Namen "zur Stadt Münster" zusammen mit dem Sohn Johann Asbeck (1805-1848) weiter. Dieser hatte 1827 Henriette Unkenbold geheiratet, war Gemeinderat und später Stadtverordneter in Hamm und Vater des Brennereibesitzers August Asbeck (1833-1905), der ab 1853 als Eigentümer des Hauses nachgewiesen ist. Bedauerlicherweise konnte dieses für die Stadtgeschichte so bedeutsame Gebäude nicht erhalten werden.

Literatur

  • Brauen - Brennen - Backen. Aus der Geschichte des Hauses Asbeck, in: Hamm. Chronik einer Stadt, Köln 1965, S. 296-297.