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Widumstraße 26: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine eigene Adresse '''[[Widumstraße]]''' 26 gibt es nicht mehr. Das im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zerstörte Haus Widumstraße 26 befand sich auf der Hausstätte mit der alten [[Häuserbuch|Nro 349]] auf der Südseite der Widumstraße, die zur Südhofe gehörte.
[[Datei:SchuermannsGenusswelten.jpg|thumb|right|Widumstraße 26 (2020)]]
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Eine eigene Adresse '''[[Widumstraße]]''' 26 gibt es nicht mehr. Das im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zerstörte Haus Widumstraße 26 war zwischen der [[Widumstraße 28]] und der [[Widumstraße 24]] gelegen. Es befand sich auf der Hausstätte mit der alten [[Häuserbuch|Nro 349]] auf der Südseite der Widumstraße, die zur Südhofe gehörte.


== Geschichte der Hausstätte ==
== Geschichte der Hausstätte ==
[[Datei:2018 Widumstr_26.jpg|thumb|right|Widumstraße 26 (2018)]]
[[Datei:2018 Widumstr_26.jpg|thumb|right|Widumstraße 26 (2018)]]
[[Datei:1934 Widumstr_26.jpg|thumb|right|Widumstraße 26 (1934)]]
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Die Hausstätte war nicht von den [[Stadtbrände|Stadtbränden]] von 1734 und 1741 betroffen. Durch Heirat kam Jürgen (= Georg) Knippink 1750 in den Besitz des Hauses, für das er 1774 90 Reichstaler Prozentgelder für eine Hauptreparatur erhielt. Sein Sohn Heinrich Knippink ist ab 1801 als Nachfolger im Hause belegt, das jedoch 1820 von Metzger Friedrich Dickhaut erworben wurde. Ab 1836 ist Schmied Heinrich Heimink als Eigentümer nachgewiesen. Seit 1891 ist hier die [[Schürmanns Genusswelten|Familie Schürmann]] ansässig, die das heute noch existierende Haus 1892 errichten ließ. Der Brunnen war 1742 unbeschädigt. Aus dem Hause waren 45 Stüber an die [[Soziale Stiftungen|Arme-Leute-Kleidung-Stiftung]] zu entrichten (belegt: 1751, 1790).
Das Haus Widumstraße 26 befand sich auf der Hausstätte mit der alten [[Häuserbuch|Nro 349]] auf der Südseite der Widumstraße, die zur Südhofe gehörte. Die Hausstätte war nicht von den [[Stadtbrände|Stadtbränden]] von 1734 und 1741 betroffen. Aus dem Hause waren 7 Stüber an die [[Soziale Stiftungen|Arme-Leute-Kleidung-Stiftung]] zu entrichten (belegt: 1751, 1790, 1802). Mit Bürger Bernhard Caspar Pröbsting begegnet uns ab 1734 der Stammvater der Hammer [[Kloster-Brauerei Pröpsting|'''Familie Pröpsting''']] als Eigentümer des Hauses. Dieser stammte wohl nicht aus Berghausen, sondern aus Berghofen<ref>Verbessert im Exemplar der Chronik der Familie Juckenack (ehem. Exemplar von Prof. Wilhelm Wegener) 1896, S. 64: ''Stimmt nicht! Wahrscheinlich Berghofen (heute zu Hörde) bei Dortmund</ref>, heute Stadt Dortmund, wo er um 1703 geboren wurde. Dessen 1735 bereits in Hamm geborener Sohn Gerhard Pröbsting tritt als Bäcker und Wirt in Erscheinung. 1770 ist er als Richtmann der Bäcker erwähnt. 1778 erhielt er 120 Reichstaler für eine Hauptreparatur des Hauses. Nachdem er 1791 die [[Brüderstraße 24 (historisch)|Brüderstraße 24]] erworben hatte, veräußerte er 1799 das Haus Widumstr. 26 an den Metzger Gerhard Glauner. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts finden wir im Hause die ehemals in Hamm weit verzweigte Familie Juckenack vor. Anschließend fungiert es - im Eigentum der Posthalterfamilie Berg - als Mietshaus, bevor die im Nachbarhause ansässige Familie Middendorf in den 1930er Jahren das Haus erwarb. Für die unmittelbare Nachkriegszeit ist davon auszugehen, dass die Hausstätte zunächst unbebaut blieb, bis Familie Schürmann in den 1960er Jahren das Areal erwarb.
 
== Eigentümer ==
== Eigentümer ==
* [[1734]]/[[1750]]: '''Georg Mollerus''' (1750†)
* [[1734]]/[[1751]]: '''Bernhard Caspar Pröbsting''' (ca. 1703-1792) aus Berghofen, Bürger (1735)
::: oo 1734<ref>Vgl. [[1734 (Trauregister)]]: Malerus / Ostermans</ref> Maria Elisabeth Ostermann
::: 1. oo 1732<ref> Vgl. [[1732 (Trauregister)]]: Pröbsting / Taacke </ref> Anna Elisabeth Tacke († 1733)
* [[1750]]/[[1801]]: '''Georg Knippink''' (1721-1789), Bürger (1781) und Schreinermeister
::: 2. oo 1734<ref> Vgl. [[1734 (Trauregister)]]: Probsting / Vischers </ref> Anna (Catharina) Elisabeth Vischer (ca. 1709-1781)
::: 1. oo 1746<ref>Vgl. [[1746 (Trauregister)]]: Knipping / Mönninghoff</ref> Anna Maria Catharina Mönninghoff († 1749)
* [[1778]]/[[1799]]: '''Gerhard Pröbsting''' (1735<ref>Chronik der Kloster-Brauerei, S. 6.</ref> nach 1799), Bäcker und Wirt, [[Richtleute|Richtmann]] der Bäcker (1770) (→ [[Brüderstraße 24 (historisch)|Nro 268)]]
::: 2. oo 1750<ref>Vgl. [[1750 (Trauregister)]]: Knippinck / Herman (irrig!)</ref> Maria Elisabeth Ostermann (1760†) Wwe Mollerus
::: oo ca. 1759 Anna Catharina Wiemann (1735-1810)
::: 3. oo 1760<ref>Vgl. [[1760 (Trauregister)]]: Knippinck / Berckhoff</ref> Clara Maria Berckhoff aus Uentrop (1801†)
* [[1799]]/[[1815]]: '''Gerhard Glauner''' (ca. 1768-1829), Bürger und Schlachter
* [[1801]]/[[1820]]: '''Heinrich Knippink''' (* 1773; 1817†), ''Meister'' (1799)
::: 1. oo 1794<ref> Vgl. [[1794 (Trauregister)]] </ref> Clara Sophia Schmidt aus Hamm
::: 1. oo Sophie Elisabeth Rehmann
::: 2. oo 1821<ref> Vgl. [[1821 (Trauregister)]] </ref> Clara Haumann (ca. 1786- ) aus [[Berge]]
::: 2. oo 1803<ref>Vgl. [[1803 (Trauregister)]]: Knipping / Trappe</ref> Henriette Elisabeth Trappe
* [[1815]]/[[1842]]: '''Hermann Juckenack''' (1764-1825), Schlachter
* [[1820]]<ref>1820 Kauf für 850 Taler</ref>/[[1836]]: '''Friedrich Dickhaut''' (ca. 1789-), Metzger
::: oo 1796 Wilhelmine Lüning (ca. 1773 -1865)
::: 1. oo 1818 Johanna Christina Elisabeth Mellmann aus Dortmund
* [[1842]]/[[1864]]: '''Hermann Juckenack''' (1808-1864), Metzger
::: 2. oo 1819  in Unna Lisette Kannegießer
::: oo 1838 Caroline Wilhelmine Pröpsting (1815-1848)
* [[1836]]<ref>1836 Kauf für 650 Taler</ref>/[[1886]]: '''Heinrich Heimink''' (1808-), Schmied
* [[1870]]/[[1886]]: '''Ludwig Berg''' (ca. 1808; 1892†) aus Bausenhagen, Posthalter (→ [[Widumstraße 13|Nro 355]])
::: oo 1836  Maria Romberg (1860 +) aus Dinker
::: oo 1849<ref>Vgl. [[1849 (Trauregister)]]</ref> Maria Catharina Fellenberg gen. Reinold
__________
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* [[1892]]/[[1894]]: '''Heinrich Schürmann''' (1840-1892), Küfermeister
* [[1892]]/[[1903]]: '''Wwe L. Berg''', [[Widumstraße]] 13 (AB 1899, 1903)  
::: oo 1866 Charlotte Rothöft (1844-1894)
* [[1908]]/[[1929]]: '''Wilhelm Berg''', Posthalter
* [[1894]]/[[1948]]: '''Karl Schürmann''' (1868-1948), Mineralwasserfabrikant (Gebr. Schürmann)
* [[1956]]/[[1960]]: '''Wwe Wilhelm Middendorf''', [[Fichtestraße]] 21
::: oo Mathilde Witte (1876-1946)
* [[1964]]/[[1976]]: siehe [[Widumstraße 24]]
* [[1948]]/[[1976]]: '''Heinrich Schürmann''' (1900-1977), Mineralwasserfabrikant (Gebr. Schürmann)
::: oo Ilse Mittorp (1910-1973)


== Anmerkungen ==
== Anmerkungen ==

Aktuelle Version vom 11. Januar 2026, 15:49 Uhr

Widumstraße 26 (2020)

Eine eigene Adresse Widumstraße 26 gibt es nicht mehr. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Haus Widumstraße 26 war zwischen der Widumstraße 28 und der Widumstraße 24 gelegen. Es befand sich auf der Hausstätte mit der alten Nro 349 auf der Südseite der Widumstraße, die zur Südhofe gehörte.

Geschichte der Hausstätte

Widumstraße 26 (2018)
Widumstraße 26 (1934)

Das Haus Widumstraße 26 befand sich auf der Hausstätte mit der alten Nro 349 auf der Südseite der Widumstraße, die zur Südhofe gehörte. Die Hausstätte war nicht von den Stadtbränden von 1734 und 1741 betroffen. Aus dem Hause waren 7 Stüber an die Arme-Leute-Kleidung-Stiftung zu entrichten (belegt: 1751, 1790, 1802). Mit Bürger Bernhard Caspar Pröbsting begegnet uns ab 1734 der Stammvater der Hammer Familie Pröpsting als Eigentümer des Hauses. Dieser stammte wohl nicht aus Berghausen, sondern aus Berghofen[1], heute Stadt Dortmund, wo er um 1703 geboren wurde. Dessen 1735 bereits in Hamm geborener Sohn Gerhard Pröbsting tritt als Bäcker und Wirt in Erscheinung. 1770 ist er als Richtmann der Bäcker erwähnt. 1778 erhielt er 120 Reichstaler für eine Hauptreparatur des Hauses. Nachdem er 1791 die Brüderstraße 24 erworben hatte, veräußerte er 1799 das Haus Widumstr. 26 an den Metzger Gerhard Glauner. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts finden wir im Hause die ehemals in Hamm weit verzweigte Familie Juckenack vor. Anschließend fungiert es - im Eigentum der Posthalterfamilie Berg - als Mietshaus, bevor die im Nachbarhause ansässige Familie Middendorf in den 1930er Jahren das Haus erwarb. Für die unmittelbare Nachkriegszeit ist davon auszugehen, dass die Hausstätte zunächst unbebaut blieb, bis Familie Schürmann in den 1960er Jahren das Areal erwarb.

Eigentümer

  • 1734/1751: Bernhard Caspar Pröbsting (ca. 1703-1792) aus Berghofen, Bürger (1735)
1. oo 1732[2] Anna Elisabeth Tacke († 1733)
2. oo 1734[3] Anna (Catharina) Elisabeth Vischer (ca. 1709-1781)
oo ca. 1759 Anna Catharina Wiemann (1735-1810)
  • 1799/1815: Gerhard Glauner (ca. 1768-1829), Bürger und Schlachter
1. oo 1794[5] Clara Sophia Schmidt aus Hamm
2. oo 1821[6] Clara Haumann (ca. 1786- ) aus Berge
  • 1815/1842: Hermann Juckenack (1764-1825), Schlachter
oo 1796 Wilhelmine Lüning (ca. 1773 -1865)
  • 1842/1864: Hermann Juckenack (1808-1864), Metzger
oo 1838 Caroline Wilhelmine Pröpsting (1815-1848)
  • 1870/1886: Ludwig Berg (ca. 1808; 1892†) aus Bausenhagen, Posthalter (→ Nro 355)
oo 1849[7] Maria Catharina Fellenberg gen. Reinold

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Anmerkungen

  1. Verbessert im Exemplar der Chronik der Familie Juckenack (ehem. Exemplar von Prof. Wilhelm Wegener) 1896, S. 64: Stimmt nicht! Wahrscheinlich Berghofen (heute zu Hörde) bei Dortmund
  2. Vgl. 1732 (Trauregister): Pröbsting / Taacke
  3. Vgl. 1734 (Trauregister): Probsting / Vischers
  4. Chronik der Kloster-Brauerei, S. 6.
  5. Vgl. 1794 (Trauregister)
  6. Vgl. 1821 (Trauregister)
  7. Vgl. 1849 (Trauregister)

Literatur

  • Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 349.

Spätere Nutzung

Schürmanns Genusswelten

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