1870

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Hamm wurde vor 644 Jahren gegründet.

Benedikt Franz Leo Waldeck im Kerker 1849 (zeitgenössische Darstellung)

Ereignisse

  • In Hamm werden während des deutsch-französischen Kriegs von 1870/1871 verwundete französische Kriegsgefangene und eigene verwundete Soldaten im Lazarett versorgt. Viele dieser Männer sterben im Lazerett.
  • Am 19. November greifen französische Freischärler in Châtillon-sur-Seine die dortigen deutschen Besatzungstruppen an. Dabei handelt es sich um drei Kompagnien des Landwehrbataillons Unna, die sich aus dem Kreis Hamm rekrutierten. Aus Hamm und Umgebung kamen bei dem Überfall vier Soldaten ums Leben, drei wurden zum Teil schwer verletzt. Eine der Verletzten verstarb später an den Folgen des Überfalls. Die Freischärler nahmen 33 Hammer Landwehrsoldaten und zwei Husaren gefangen und setzten auch eine Marketenderfamilie aus Hamm fest. Deutsche Truppen wurden anschließend nach Châtillon geführt und plünderten in einer sogenannten Strafaktion den Ort. [1]

Verkehr

  • Der Eisenbahnpersonentransport über den Bahnhof Hamm beträgt 797.512 Reisende. [2]
  • Der Schiffsverkehr auf der Lippe bei Hamm kommt vollständig zum Erliegen.

Wirtschaft

Soziales

Grabstätte der Kleinkinderschullehrerin Mathilde Schwab auf dem Hammer Westenfriedhof
  • Der evangelische Jünglingsverein schließt die erst 1866 in Hamm geschaffene Herberge zur Heimat, eine Unterkunftsmöglichkeit mit 25 Schlafplätzen für durchreisende Handwerksgesellen.
  • In der Westenfeldmark wird eine evangelische Kinderbewahrschule gegründet. Die Leitung übernimmt Mathilde Schwab. [3]

Kultur

  • Carl Rollmann übernimmt das Amt des Meisters vom Stuhl der Johannisloge "Zum hellen Licht", der Freimaurerloge in Hamm.

Religion

Geboren

Gestorben

Einzelnachweise

  1. vgl. Günter Wiesendahl: Der Überfall von Châtillon-sur-Seine. Westfälischer Anzeiger vom 20. November 2020
  2. Markus Meinold: Bahnhof Hamm (Westf). Die Geschichte eines Eisenbahnknotens. Hövelhof 2004. S. 10
  3. Datenchronik Stadtarchiv Hamm
  4. Westfälischer Anzeiger vom 11. Februar 2011