Marktplatz 6

Eine eigenständige Adresse Marktplatz 6 existiert nicht mehr. Auch dieses Gebäude überstand die Bombenangriffe nicht. Heute ist die Hausstätte Teil des Gebäudekomplexes, der 1971 vom Tengelmann eröffnet wurde und seit 2019 von EDEKA Bösel bewirtschaftet wird.
Geschichte der Hausstätte

Das Areal des ca. 1769 errichteten Hauses an der Südseite des Marktplatzes dürfte ursprünglich zum Nachbarhaus Marktplatz 7 und damit zur Südhofe gehört haben. Mit der Nro 372½ ist es ab 1769 aktenkundig, als Eigentümer Prediger Griesenbeck einen Kostenvoranschlag über 1626 Reichtstaler 38 Stüber einreichte, um Bauhilfsgelder für einen Neubau zu beantragen. 1806 erwarb Schuldirektor Wachter das Haus für 1350 Reichstaler von den Erben Griesenbeck. Ab 1853 finden wir den Hammer Bürgermeister Eduard Loerbroks als Eigentümer vor. Ab 1895 ist die Nutzung des Hauses als Wirtshaus nachgewiesen, zunächst durch Franz Beckmann, anschließend durch Ernst Lottschen, der um 1914 das Haus an die Hammer Brauerei Mark veräußerte. Ab 1919 finden wir als Pächter den Wirt Friedel Schäper vor (Zum Jägerhof)[1], der vor 1922 das Haus von der Hammer Brauerei Mark erwarb und dort über zehn Jahre nachweisbar ist. Nach seinem Tode führte seine Witwe Maria Schäper die Wirtschaft fort.
Eigentümer
- 1769/1806: Konrad Johann Ehrenreich Griesenbeck (1722-1782) aus Essen, lutherischer Prediger
- 1. oo 1752 in Hagen Anna Maria Dahlenkamp, T der Ehel. Kaufmann Hermann Andreas Dahlenkamp (1688-1778) aus Iserlohn
- 2. oo Caroline Wilhelmine Müller (ca. 1736-1800)
- 1806/1838: Christian Friedrich Wachter, Schuldirektor
- 1.
- 2. oo Charlotte Marie Henriette Keller (1766-1808), T des Johann Heinrich Arnold Keller, Bürgermeister
- 1853/1886: Eduard Loerbroks (1814-1872) aus Soest, Bürgermeister
- oo 1846 in Soest Bertha Walther (1824-1892) aus Soest
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- 1886/1892: Wwe Bertha Loerbroks
- 1895/1903: Franz Beckmann, Kaufmann und Wirt (AB 1895); Wirt (AB 1903)
- 1908/1913: Ernst Lottschen, Wirt
- 1914/1919: Hammer Brauerei Mark
- (P) 1914: Ernst Lottschen, Wirt
- (P) 1919: Friedel Schäper, Wirt
Anmerkungen
- ↑ Vgl. AB 1919, S. 461; AB 1922, S. 423; AB 1924, S. 412, von 1927 bis 1933 Jägerhof
Literatur
- Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 372½.