Müller-Hamm

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Kaufhof Hamm, Gebäude des ehemaligen Müller Kaufhauses, Bahnhofstraße, 2011

Müller-Hamm war ein Kaufhaus in Hamm. Es wurde am 25. August 1951 eröffnet und trat die Nachfolge des Kaufhauses der Gebrüder Alsberg an der Bahnhofstraße an. Am 31. Dezember 1971 schloss das Kaufhaus Müller-Hamm. Das Gebäude wurde umgebaut und beherbergt seitdem die Kaufhof-Filiale in Hamm.

Historie

Gründer und erster Besitzer war die jüdische Firma Alsberg Etec AG aus Köln.

1936 Verkauf (oder Enteignung?) an die Fahning GmbH & Co. KG aus Hamburg.
1936 Gründer Siegfried Alsberg verstirbt in Köln.
1938 In der Reichsprogromnacht am 9. November 1938 wird das Kaufhaus stark zerstört.
1941 Alfred und Martha Alsberg werden im Ghetto Lodz (Polen) ermordet.
1942 Die Witwe Siegfried Alsbergs kommt im Ghetto Theresienstadt (heute Tschechien) um. Drei Kinder überleben im Ausland.
1951 Am 15. August 1951 übernimmt die Firma Frowein aus Wuppertal das Haus, das bis zur Übernahme durch die Kaufhof AG den Namen des Geschäftsführers und späteren Teilhabers Hans Müller, "Müller-Hamm", trug.
1971 Die Kaufhof AG aus Köln übernimmt das Haus an der Bahnhofstraße am 31. Dezember 1971.
1972 nach Umbau Wiedereröffnung als Kaufhof am 4. Oktober 1972.

Quellen: Persönlicher Brief von Frau Marie Hegemann, Schwiegertochter des ehemaligen Prokuristen des Kaufhauses "Müller-Hamm", Wilfried Hegemann, und Zeitungsartikel "Zwischen zwei Welten" des Westfälischen Anzeigers vom 29. Dezember 2018.

Trivia

Auch bis weit in die 1970er-Jahre, also lange nach der Übernahme durch die Kaufhof AG, hielt sich im Volksmund noch der Name "Müller-Hamm" für das Kaufhaus.

Presseberichte