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Südstraße 4

Aus HammWiki
Hausstätte Südstraße 4 (2007)

Die Hausstätte Südstraße 4 ist heute Teil des Santa-Monica-Platzes. Der Neubau, der zwischen 1903 und 1908 errichtet worden war, wurde in den 1970er Jahren abgerissen.[1]

Geschichte der Hausstätte

Südstraße 2-6, im Hintergrund Haus Vorschulze (1938)
Südstraße 4 (1901)

Nach dem Stadtbrand von 1741 ließ 1742 Marcus Horn das Haus Südstraße 4 mit der alten Hausnummer Nro 381 auf seiner (= I.) und der aufgekauften Nachbarbrandstätte (= II.) in der Südhofe neu errichten. 1770 ist Kaufmann Seligmann Horn im Hause Südstraße 4 ansässig, das 1804 Witwe Seligmann Horn geb. Prinz Leiffmann (1721–1811) mit ihren Söhnen Marcus, Leifman und Hertz Seligmann besaß. 1831 betrieben die Gebrüder Seligmann im Hause eine Colonial- u. Manufacturwaarenhandlung, ab 1839 ist Kaufmann Seligmann Bacharach, der 1839 und 1843 Stadtverordneter war, ab 1871 Banquier Moritz Bacharach († 1903) als Eigentümer nachgewiesen.

Eigentümer

I.

oo Sibilla

II.

  • 1734/1741: Procur. Neuhaus[3]
  • 1741: Kauf der Brandstätte durch Marcus Horn

I./II.

  • 1742/1751: Marcus Horn, Jude, Pfandleiher (→ I.)
  • 1766[4]/1788: Seligmann Horn (1715-1788), Pfandleiher, Kaufmann
oo Prinz Leif(f)man (1721-1811)
oo Bertha Leifmann (1802-1868) aus Dinslaken
oo 1863 Emilie Rothschild (1844-1932) aus Menden

__________

Anmerkungen

  1. Ausweislich der Adressbücher ist es bereits 1972 entmietet. 1976 wird es nicht mehr aufgeführt. Nach anderen Angaben soll es bereits 1971 abgebrochen worden sein.
  2. Lebensdaten konnten bislang nicht ermittelt werden, aber wohl identisch mit Marcus Horn, der 1715 8 Reichstaler Judenbefreiungsgelder an die Stadt Hamm zahlte.
  3. Eine eindeutige Identifizierung ist bislang nicht möglich (23.09.2024).
  4. Erbe der Eheleute Marcus Horn
  5. Das gemeinsame Grab befindet sich auf dem jüdischen Teil des Ostenfriedhofs; vgl. Elke Hilscher: Jüdischer Friedhof in Hamm, Hamm 1994, S. 46f. G 199.
  6. 1839 Kauf von den Gebrüdern Seligmann
  7. Das Grab befindet sich auf dem jüdischen Teil des Ostenfriedhofs; vgl. Elke Hilscher: Jüdischer Friedhof in Hamm, Hamm 1994, S. 44f. G 188.
  8. 1871 als Sohn des Seligmann Bacharach, Tod des Bruders Meyer Bacharach
  9. Das Grab befindet sich auf dem jüdischen Teil des Ostenfriedhofs; vgl. Elke Hilscher: Jüdischer Friedhof in Hamm, Hamm 1994, S. 48f. G 52.
  10. Ab 1899: Rentner
  11. AB 1919: Wwe Metzgermeister Anton Schinol
  12. AB 1972, 1974: Hildegard Wrede, Weißdornweg 19

Literatur

  • Hilscher, Elke: Bürger Bacharach. In: Spuren zur „Reichskristallnacht“ in Hamm. Hamm 1988, S. 25–26.
  • Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 381.
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