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Eylertstraße 42 (historisch): Unterschied zwischen den Versionen

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Eine Adresse '''[[Eylertstraße]] 42''' existiert heute nicht mehr. Bis zu den Zerstörungen des 2. Weltkrieges befand sich eine Gruppe von neun, eng bei einander stehenden kleineren Häusern im nördlichen Teil der heutigen Eylertstraße. Diese Gruppe zog sich in die [[Brüderstraße]] bis zum [[Soziale Stiftungen|Katholischen Armenhaus]] hin. Das Haus Eylertstraße 42 schloss die Hausgruppe nach Süden hin ab. Das Areal, auf dem sich diese als [[Gadum|Gadums]] bezeichneten kleinen Häuser befanden, war Eigentum des [[Kloster Kentrop|Klosters Kentrop]]. 1821 veräußerte der Staat Preußen als Rechtsnachfolger die einzelnen Häuser an private Interessenten. Das Areal umfasst heute ungefähr die [[Brüderstraße]] 27 und die Brüderstraße 29.
[[Datei:2025 Eylertstr 42 (historisch).jpg|thumb|right|Areal (2025)]]
Eine Adresse '''[[Eylertstraße]] 42''' existiert heute nicht mehr. Bis zu den Zerstörungen des 2. Weltkrieges befand sich eine Gruppe von neun, eng bei einander stehenden kleineren Häusern im nördlichen Teil der heutigen Eylertstraße. Diese Gruppe zog sich in die [[Brüderstraße]] bis zum [[Soziale Stiftungen|Katholischen Armenhaus]] hin. Das Haus Eylertstraße 42 schloss die Hausgruppe nach Süden hin ab und befand sich im linken Bildabschnitt. Das Areal, auf dem sich diese als [[Gadum|Gadums]] bezeichneten kleinen Häuser befanden, war Eigentum des [[Kloster Kentrop|Klosters Kentrop]]. 1821 veräußerte der Staat Preußen als Rechtsnachfolger die einzelnen Häuser an private Interessenten. Das Areal umfasst heute ungefähr die [[Brüderstraße]] 27 und die Brüderstraße 29.


== Geschichte der Hausstätte ==
== Geschichte der Hausstätte ==
1821 veräußerte der Staat Preußen das Haus Eylertstraße 42 mit der alten Hausnummer [[Häuserbuch|Nro 285]] in der Osthofe für 252 Taler an den Schornsteinfeger Joseph Freund, dem bereits seit 1816 das Nachbarhaus Eylertstraße 41 gehörte. Von 1832 bis 1872 war der Fassbinder Wilhelm Schlieper im Hause ansässig. Auch dieses Haus war von den Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges betroffen. 1960 - ab 1970 dauerhaft - taucht die Adresse in den Adressbüchern nicht mehr auf.<ref>Der Eintrag eines Mieters für das Jahr 1958 ist fraglich.</ref>  
1821 veräußerte der Staat Preußen das Haus Eylertstraße 42 mit der alten Hausnummer [[Häuserbuch|Nro 285]] in der Osthofe für 252 Taler an den Schornsteinfeger Joseph Freund, der bereits 1816 das Nachbarhaus [[Eylertstraße 41 (historisch)|Eylertstraße 41]] erworben hatte. Von 1832 bis 1872 war der Fassbinder Wilhelm Schlieper im Hause ansässig. Auch dieses Haus war von den Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges betroffen. 1960 - ab 1970 dauerhaft - taucht die Adresse in den Adressbüchern nicht mehr auf.<ref>Der Eintrag eines Mieters für das Jahr 1958 ist fraglich.</ref>


== Eigentümer ==
== Eigentümer ==
* [[1734]]/[[1821]]: [[Kloster Kentrop]]
* [[1734]]/[[1821]]: [[Kloster Kentrop]]
* [[1821]]/[[1832]]: '''Joseph Freund''' (ca. 1755-1841), Schornsteinfeger (→ Nro 286)
* [[1821]]/[[1832]]: '''Joseph Freund''' (ca. 1755-1841), Schornsteinfeger (→ [[Eylertstraße 41 (historisch)|Nro 286]])
* [[1832]]/[[1872]]: '''Wilhelm Schlieper''', Fassbinder
* [[1832]]/[[1872]]: '''Wilhelm Schlieper''', Fassbinder
::: oo Wilhelmina Schuster
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* [[1964]]: nicht aufgeführt
* [[1964]]: nicht aufgeführt
* [[1967]]: '''Wilma Kost''', [[Oststraße]] 43
* [[1967]]: '''Wilma Kost''', [[Oststraße]] 43
* [[1970]]: nicht aufgeführt  
* [[1970]]: nicht aufgeführt


== Anmerkungen ==
== Anmerkungen ==

Aktuelle Version vom 28. Oktober 2025, 17:27 Uhr

Areal (2025)

Eine Adresse Eylertstraße 42 existiert heute nicht mehr. Bis zu den Zerstörungen des 2. Weltkrieges befand sich eine Gruppe von neun, eng bei einander stehenden kleineren Häusern im nördlichen Teil der heutigen Eylertstraße. Diese Gruppe zog sich in die Brüderstraße bis zum Katholischen Armenhaus hin. Das Haus Eylertstraße 42 schloss die Hausgruppe nach Süden hin ab und befand sich im linken Bildabschnitt. Das Areal, auf dem sich diese als Gadums bezeichneten kleinen Häuser befanden, war Eigentum des Klosters Kentrop. 1821 veräußerte der Staat Preußen als Rechtsnachfolger die einzelnen Häuser an private Interessenten. Das Areal umfasst heute ungefähr die Brüderstraße 27 und die Brüderstraße 29.

Geschichte der Hausstätte

1821 veräußerte der Staat Preußen das Haus Eylertstraße 42 mit der alten Hausnummer Nro 285 in der Osthofe für 252 Taler an den Schornsteinfeger Joseph Freund, der bereits 1816 das Nachbarhaus Eylertstraße 41 erworben hatte. Von 1832 bis 1872 war der Fassbinder Wilhelm Schlieper im Hause ansässig. Auch dieses Haus war von den Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges betroffen. 1960 - ab 1970 dauerhaft - taucht die Adresse in den Adressbüchern nicht mehr auf.[1]

Eigentümer

oo Wilhelmina Schuster
  • 1872/1886: Theodor Thiemann, Lokomotivführer

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Anmerkungen

  1. Der Eintrag eines Mieters für das Jahr 1958 ist fraglich.
  2. AB 1951: Wwe Maria Böhmer, Eylertstraße 25

Literatur

  • Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 285.
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