Ostenwall 4 (historisch)
Die heutige Adresse Ostenwall 4 ist nicht identisch mit der Vorkriegsadresse Ostenwall 4. Unter den Nummern 1 bis 6 finden wir bis zu den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs eine Häuserzeile vor, die aus einer Gadumbebauung hervorgegangen ist. Das Areal dieser Häuserzeile dürfte zur großen bürgerlichen Hausstätte Oststraße 58[1] gehört haben, die auf dem Foto ganz rechts gut zu erkennen ist.
Geschichte der Hausstätte

Das ehemalige Haus Ostenwall 4 befand sich auf der alten Hausstätte Nro 310 in der Osthofe. Es stand mit dem Haus Ostenwall 5 unter einem Dach und grenzte rechts an das Haus Ostenwall 3 an. Noch 1796 und 1800 wird es als Gadum bezeichnet. Erster bekannter Eigentümer ist der auf der Oststraße ansässige Wagenmacher Johann Matthias Berckhoff. Nach dessen Tode finden wir seine beiden Söhne vor. Diese verkauften 1801 das Haus für 310 Reichstaler an den Grenadier Hermann Geisthövel. Sohn und Enkel folgen ihm nach, bis es zwischen 1910 und 1912 in das Eigentum der Stadt Hamm überging.
Eigentümer
- 1734/1795: Johann Matthias Berckhoff (ca. 1709-1795), Bürger (1783), Wagenmacher (→ Nro 7 /10)
- 1796[2]/1801: Gebrüder Bernhard Christoph und Diedrich Berckhoff
- 1801[3]/1827: Hermann Geisthövel († 1827), Grenadier im IR 9
- 1. oo N.N.
- 2. oo 1797[4] Wilhelmina Bischer Wwe Meschede
- 3. oo 1808 in Unna Johanna Christina Lammert († 1848)
- 1827/1848 Wwe Hermann Geisthövel geb. Johanna Christina Lammert
- 1827/1848 Diedrich Geisthövel (* 1809; 1843†), Schneider
- oo 1833[5] Marie Catharine Elisabeth Wörhoff (ca. 1795-1850) aus Lippstadt
- oo 1860[6] Clara Marie Catharine Ummelmann (ca. 1835-1878) aus Rheda
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Anmerkungen
- ↑ Vorkriegsstand; heute befindet sich dort das Haus Oststraße 56 und 56a.
- ↑ Erbe des Vaters
- ↑ 1801 Kauf für 310 Reichstaler
- ↑ Vgl. 1797 (Trauregister); dort: Geisthövell / Büscheer; am Rand wird Geisthövel als Soldat und Witwer bezeichnet (miles viduus cum vidua)
- ↑ Vgl. 1833 (Trauregister)
- ↑ Vgl. 1860 (Trauregister)
- ↑ AB 1899: Maschinenwärter
Literatur
- Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 310.