Widumstraße 35: Unterschied zwischen den Versionen
Anlage Widumstr. 35 |
K 1808 Heirat Plattfuss / Biermann |
||
| (2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
== Geschichte der Hausstätte == | == Geschichte der Hausstätte == | ||
[[Datei:1975c Widumstr 25.png|thumb|right|Widumstraße 35 (um 1975)]] | |||
[[Datei:1928a Widumstr HiaA2 Nr 32.png|thumb|right|Widumstraße 35 (1928)]] | [[Datei:1928a Widumstr HiaA2 Nr 32.png|thumb|right|Widumstraße 35 (1928)]] | ||
Nach dem [[Stadtbrände|Stadtbrand]] von 1741 kaufte zunächst der an der [[Oststraße]] ansässige Gerhard Zurheyden die Brandstelle an und ließ darauf ein [[Gadum]] errichten. Dieses erstand 1780 [[Anschel Hertz]], der es aber bereits 1781 an Bürger und Schneidermeister Johann Christian Plattfuss veräußerte, dem sein Sohn Johann Wilhelm nachfolgte. In der Mitte des 19. Jahrhunderts folgte die Familie Feige. | Nach dem [[Stadtbrände|Stadtbrand]] von 1741 kaufte zunächst der an der [[Oststraße]] ansässige Gerhard Zurheyden die Brandstelle an und ließ darauf ein [[Gadum]] errichten. Dieses erstand 1780 [[Anschel Hertz]], der es aber bereits 1781 an Bürger und Schneidermeister Johann Christian Plattfuss<ref> Die Familie Plattfuss (auch: Platfuss, Plattfuß) stammt vermutlich aus Welver. Sie war lutherisch. Daher findet man ihre Familienmitglieder auch nicht in den reformierten Kirchenbüchern.</ref> veräußerte, dem sein Sohn Johann Wilhelm nachfolgte. In der Mitte des 19. Jahrhunderts folgte die Familie Feige. | ||
== Eigentümer == | == Eigentümer == | ||
| Zeile 10: | Zeile 11: | ||
* [[1781]]<ref>1781 Kauf für 200 Reichstaler</ref>/[[1808]]: '''Johann Christian Plattfuss''' ( ), Bürger und Schneidermeister | * [[1781]]<ref>1781 Kauf für 200 Reichstaler</ref>/[[1808]]: '''Johann Christian Plattfuss''' ( ), Bürger und Schneidermeister | ||
::: oo 1778 Anna Wilhelmine Böcker | ::: oo 1778 Anna Wilhelmine Böcker | ||
* [[1808]]<ref>1808 Kauf für 450 Taler von seinen Eltern</ref>/[[1850]]: '''Johann Wilhelm Plattfuss''' († 1848), | * [[1808]]<ref>1808 Kauf für 450 Taler von seinen Eltern</ref>/[[1850]]: '''Johann Wilhelm Plattfuss''' (* ca. 1778; † 1848), Bürger und Schneidermeister | ||
::: oo Christine Biermann | ::: oo 1808 <ref> Vgl. [[1808 (Trauregister)]]</ref> Christine Biermann (ca. 1780- ) | ||
* [[1850]]<ref>1850 Kauf für 560 Taler</ref>/[[1886]]: '''Diedrich Feige''' (1809-), Glaser und Anstreicher, S des Christian Feige (→ [[Weststraße 35|Nro 116]]) | * [[1850]]<ref>1850 Kauf für 560 Taler</ref>/[[1886]]: '''Diedrich Feige''' (1809-), Glaser und Anstreicher, S des Christian Feige (→ [[Weststraße 35|Nro 116]]) | ||
::: oo 1837 Catharina Holtmann aus der Geithe | ::: oo 1837 Catharina Holtmann aus der Geithe | ||
Aktuelle Version vom 1. Januar 2026, 10:05 Uhr
Eine eigene Adresse Widumstraße 35 gibt es nicht mehr. Der moderne Baukörper der HGB steht auf einem Areal, auf dem ehemals die Häuser Widumstraße 31 bis 41 zu finden waren, so auch die Hausstätte mit der alten Nro 334 auf der Nordseite der Widumstraße, die zur Osthofe gehörte, während die Südseite der Südhofe zugerechnet wurde.

Geschichte der Hausstätte


Nach dem Stadtbrand von 1741 kaufte zunächst der an der Oststraße ansässige Gerhard Zurheyden die Brandstelle an und ließ darauf ein Gadum errichten. Dieses erstand 1780 Anschel Hertz, der es aber bereits 1781 an Bürger und Schneidermeister Johann Christian Plattfuss[1] veräußerte, dem sein Sohn Johann Wilhelm nachfolgte. In der Mitte des 19. Jahrhunderts folgte die Familie Feige.
Eigentümer
- 1780/1781: Anschel Hertz (→ Nro 58)
- 1781[2]/1808: Johann Christian Plattfuss ( ), Bürger und Schneidermeister
- oo 1778 Anna Wilhelmine Böcker
- oo 1808 [4] Christine Biermann (ca. 1780- )
- oo 1837 Catharina Holtmann aus der Geithe
__________
- 1892/1895: Wwe Diedrich Feige
- 1899/1903: Wwe E. Bellwinkel (zu Dinker)
- 1908/1910: Wwe Elfriede Schürhoff
- 1929/1942: Helene Bellwinkel, ohne Beruf, Wetter/Ruhr
Anmerkungen
- ↑ Die Familie Plattfuss (auch: Platfuss, Plattfuß) stammt vermutlich aus Welver. Sie war lutherisch. Daher findet man ihre Familienmitglieder auch nicht in den reformierten Kirchenbüchern.
- ↑ 1781 Kauf für 200 Reichstaler
- ↑ 1808 Kauf für 450 Taler von seinen Eltern
- ↑ Vgl. 1808 (Trauregister)
- ↑ 1850 Kauf für 560 Taler
Literatur
- Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 334.
Spätere Nutzung
Heute ist im Nachfolgebau die Hammer Gemeinnützige Baugesellschaft anzutreffen.