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Urkunde 1395 Oktober 24

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Der Ritter Dietrich von Volmarstein wechselt am 24. Oktober 1395 mehrere Stücke Land bei Heessen mit dem Pastor von Heessen, Lambert Volenspit. In der Urkunde wird u.a. Rotger van der Reke als Pastor der Kirche zu Herringen erwähnt.

Wortlaut

Die Urkunde ist auszugsweise bei Krumbholtz zitiert und wird hier mit diesem Auszug wiedergegeben: [1]

..., dar ich nehn vordel an hebbe ghezocht noch en zoke; mer dat lant, dat ich der Kerken tho Hezene late und verwerwessele, dat ys er zo nutte und zo wol belegen als dat lant, dat my weder ys gheworden und wert. Thom ersten zo heb ich Diderich vorgenomt opghelaten redelike und rechtlike und verwesselet hern Lamberte vorgenomt tho zyner vorgenomten kerken behoyf zeven stücke landes in dem mersche in myme Ossenkampe, op deh ostzent des kampes belegen boven der groten kowysch der kerken vorgenomt, und scheytet an dat Lippeover myt dussen vorgenomten merschlande. Zo heb ich ghewyzet dusser vorgenomten kerken veyr stücke landes, dat men zeget op dem Hoenweghe, belegen by dem Hove tho Hezene. Vor dyt vorgenomte lant zo heb ich wederentfangen tho rechter wederwessele van heren Lamberte vorgenomt lant in dem mersche, belegen in myme Ossenkampe, ghenant dey Papenpoel myt anderen stücke landes darby belegen myt er thobehoringhe. Vortmer zo heb ich dusser vor genomten kerken verwesselt vyf stücke landes myt er thobehoringe belegen by dem Narthus oppe dem Blaslande, dar ich wedder hebbe entfangen achte entelen stücke landes oppe dem Ostvelde vor myme hus tho Hezene. Vortmer zo heb ich verwesselt dusser vorgenomten kerken vyf korte stücke zedeges landes, det hadde ghehort in Godeken hus tho Almenynch, belegen tho Rumpenhorst in dem kampe, dey horet dusser vorgenomten kerken, den nu under hevet Johan Stochman. Weder dyt vorgenomte land zo heb ich entfangen van heren Lamberte vorgenomt tho rechter wederwessele dre stücke zedeges landes ghenant dey heytechker.

Übersetzung

Übersetzt ins Hochdeutsche lautet der Textabschnitt wie folgt:

... da ich keinen Vorteil darin gesucht habe noch suche; sondern das Land, das ich der Kirche zu Heessen überlasse und vertausche, das ist ihr so nützlich und so wohl gelegen wie das Land, das mir wiederum geworden ist und wird. Zum ersten so habe ich, Dietrich, vorgenannt, ordnungsgemäß und rechtmäßig abgetreten und Herrn Lambert vorgenannt zum Bedarfe seiner vorgenannten Kirche vertauscht: sieben Stücke Land im Marschland in meinem Ossenkamp, gelegen an der Ostseite des Kampes oberhalb der großen Kuhwiese der vorgenannten Kirche, und dieses Marschland grenzt an das Lippeufer. Zudem habe ich dieser vorgenannten Kirche vier Stücke Land zugewiesen, von denen man sagt, sie lägen auf dem Hohenwege, gelegen beim Hof zu Heessen. Für dieses vorgenannte Land habe ich als rechtmäßigen Tausch von Herrn Lambert vorgenannt wiederum empfangen: Land im Marschland, gelegen in meinem Ossenkamp, genannt der Papenpoel, mit anderen darunter gelegenen Landstücken nebst Zubehör. Weiterhin habe ich dieser vorgenannten Kirche vertauscht: fünf Stücke Land nebst Zubehör, gelegen beim Nordhaus auf dem Blasland, wofür ich wiederum empfangen habe acht einzelne Stücke Land auf dem Ostfeld vor meinem Haus zu Heessen. Weiterhin habe ich dieser vorgenannten Kirche vertauscht: fünf kurze Stücke Saatland, das gehört hatte zu Gödekes Haus zu Almenynch, gelegen zu Rumpenhorst im Kamp, welches dieser vorgenannten Kirche gehört und das nun Johann Stockman innehat. Gegen dieses vorgenannte Land habe ich von Herrn Lambert vorgenannt als rechtmäßigen Tausch empfangen: drei Stücke Saatland, genannt der Heytechker.

Bemerkungen

Die Urkunde ist in zwei verschiedenen Ausfertigungen überliefert, einerseits als Urkunde des Dietrich von Volmarstein und andererseits als Urkunde des Lambert Volenspit.

Literatur

  • Krumbholtz, Robert: Urkundenbuch der Familien von Volmerstein und von der Recke bis zum Jahre 1437. Münster 1917. Seite 229-230

Siehe auch

Anmerkungen

  1. ↑ Robert Krumbholtz, Robert: Urkundenbuch der Familien von Volmerstein und von der Recke bis zum Jahre 1437. Münster 1917. Seite 229-230
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