Gasometer

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Luftbild vom Gasometer an den Zentralhallen
Gasometer an den Zentralhallen
Gasometer an den Zentralhallen
Gasometer vom Langewanneweg aus
Funktionsskizze eines Teleskopgasbehälters
Gasometer, historische Ansicht

Ein Gasometer (umgangssprachlich für Niederdruckgasbehälter) ist ein Behälter, der zur Speicherung von brennbaren Gasen (z.B. Leuchtgas, Stadtgas, Erdgas, Klärgas, Biogas, Flüssiggas) eingesetzt wird.

Nutzung in Hamm

Die Stadtwerke Hamm nutzten ein Gasometer auf ihrem Gelände am Langewanneweg solange das Abfangen von Verbrauchsspitzen rentabel war. Am 21. September 2010 wurde begonnen, den Gasometer abzubauen.

Teleskopgasbehälter

Das Gasometer in Hamm war ein Teleskopgasbehälter. Beim Befüllen wird zuerst die Glocke angehoben. Wenn diese ausgefahren ist hakt sich der am unteren Ring der Glocke angebrachte Ringspalt in die obere Ringspaltkonstruktion des ersten Teleskopes ein. Mit dem weiteren Befüllen des Gasbehälters wird die Glocke mit angedocktem Teleskop weiter angehoben. Der Ringspalt ist mit Wasser gefüllt; die Flüssigkeitshöhe ist so bemessen, dass der Druck der statischen Wassersäule größer ist als der Gasinnendruck, und somit kein Gasdurchbruch auftreten kann. Die Teleskopgasbehälter sind meistens mit mehreren Teleskopen ausgerüstet, die gegenseitig einhaken. Neben der Glocke ist jedes Teleskop mit Führungsrollen versehen, die an den Gerüststielen anliegen und die beweglichen Teile führen.

Teleskopgasbehälter müssen bei Frost beheizt werden. Die Wassertassen sind auf Grund des geringen Volumens besonders gefährdet. Deshalb werden die Wassertassen mit Dampflanzen beheizt. Daher ist für den Betrieb von Teleskopgasbehältern eine Dampfversorgung notwendig.

Das Nutzvolumen von Teleskopgasbehältern liegt zwischen 500 m3 und 100.000 m3.

Presseberichte