Martin-Luther-Straße 20: Unterschied zwischen den Versionen
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Eine Adresse [[Martin-Luther-Straße]] 20 gibt es heute nicht mehr. Das Areal des im Kriege zerstörten Hauses ist heute unbebaut. Das Foto von 2024 zeigt in der Bildmitte das Areal der [[Martin-Luther-Straße 18]] (im Hintergrund ist die Rückseite des [[Cafe Extrablatt]] zu erkennen). Westlich schloss sich daran die Martin-Luther-Straße 20 an. | Eine Adresse [[Martin-Luther-Straße]] 20 gibt es heute nicht mehr. Das Areal des im Kriege zerstörten Hauses ist heute unbebaut. Das Foto von 2024 zeigt in der Bildmitte das Areal der [[Martin-Luther-Straße 18]] (im Hintergrund ist die Rückseite des [[Cafe Extrablatt]] zu erkennen). Westlich schloss sich daran die Martin-Luther-Straße 20 an. | ||
== Geschichte der Hausstätte == | == Geschichte der Hausstätte == | ||
Das Haus Martin-Luther-Straße 20 befand sich auf der alten Hausstätte [[Häuserbuch|Nro 404]] in der Westhofe. Nach dem [[Stadtbrände|Stadtbrand]] von 1741 errichtete der Zimmermann Werner Geiping das Haus auf der alten Hausstätte. Aus dem Hause war ein jährlicher Kanon von 30 Stübern an an die Daberg- | Das Haus Martin-Luther-Straße 20 befand sich auf der alten Hausstätte [[Häuserbuch|Nro 404]] in der Westhofe. Nach dem [[Stadtbrände|Stadtbrand]] von 1741 errichtete der Zimmermann Werner Geiping das Haus auf der alten Hausstätte. Aus dem Hause war ein jährlicher Kanon von 30 Stübern an an die Daberg-Stiftung zu entrichten (belegt: 1751, 1790). Der gemeinschaftliche Brunnen mit dem Nachbarhaus Martin-Luther-Straße 22 war 1742 beschädigt. Engelbert Steinfort, der aus dem Münsterland stammte und 1787 Maria Catharina Knop, die Witwe des Johann Werner Geiping heiratete, ist im Hause dem Schmiedehandwerk nachgegangen. Dessen Sohn Carl Steinfort ist in den Quellen zunächst ebenfalls als Schmied belegt, später aber als Ackerwirt bzw. Ökonom. Dessen Erben veräußerten das Haus dann 1871 an den Kaufmann und [[Stadtverordnetenversammlung|Stadtverordneten]] [[Wilhelm Redicker |Wilhelm Redicker]]. | ||
== Eigentümer == | == Eigentümer == | ||
* [[1782]]/[[1787]]: '''Johann Werner Geiping''' (1787+), Bürger | * [[1782]]/[[1787]]: '''Johann Werner Geiping''' (1787+), Bürger | ||
::: oo 1780<ref> Vgl. [[1780 (Trauregister)]]; dort: Geyping </ref> Maria Catharina Knop aus Werne | ::: oo 1780<ref> Vgl. [[1780 (Trauregister)]]; dort: Geyping </ref> Maria Catharina Knop aus Werne | ||
* [[1787]]/[[1836]]: '''Engelbert Steinfort''' († 1834), Bürger (1796), Schmied (1812) | |||
::: 1. oo 1787<ref> Vgl. [[1787 (Trauregister)]] </ref> Maria Catharina Knop († ca. 1795) Wwe Johann Werner Geiping | |||
::: 2. oo 1796<ref> Vgl. [[1796 (Trauregister)]]; dort: Steinfort / Höger </ref> Maria Christina Heger (ca. 1766-1835) | |||
* [[1836]]/[[1871]]: '''Carl Steinfort''' (1792-1870), Schmied (1834), Ackerwirt (1839, 1840), Ökonom | |||
::: oo 1830<ref> Vgl. [[1830 (Trauregister)]] </ref> Anna Maria Harkebusch (1811-1868) aus Uentrop | |||
* [[1871]]/[[1886]]: [[Wilhelm Redicker |'''Wilhelm Redicker''']] (1814-1880), Kaufmann (→ [[Weststraße 21|Nro 99]]) | |||
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* [[1964]]: nicht mehr aufgeführt | * [[1964]]: nicht mehr aufgeführt | ||
Version vom 5. Januar 2026, 21:16 Uhr

Eine Adresse Martin-Luther-Straße 20 gibt es heute nicht mehr. Das Areal des im Kriege zerstörten Hauses ist heute unbebaut. Das Foto von 2024 zeigt in der Bildmitte das Areal der Martin-Luther-Straße 18 (im Hintergrund ist die Rückseite des Cafe Extrablatt zu erkennen). Westlich schloss sich daran die Martin-Luther-Straße 20 an.
Geschichte der Hausstätte
Das Haus Martin-Luther-Straße 20 befand sich auf der alten Hausstätte Nro 404 in der Westhofe. Nach dem Stadtbrand von 1741 errichtete der Zimmermann Werner Geiping das Haus auf der alten Hausstätte. Aus dem Hause war ein jährlicher Kanon von 30 Stübern an an die Daberg-Stiftung zu entrichten (belegt: 1751, 1790). Der gemeinschaftliche Brunnen mit dem Nachbarhaus Martin-Luther-Straße 22 war 1742 beschädigt. Engelbert Steinfort, der aus dem Münsterland stammte und 1787 Maria Catharina Knop, die Witwe des Johann Werner Geiping heiratete, ist im Hause dem Schmiedehandwerk nachgegangen. Dessen Sohn Carl Steinfort ist in den Quellen zunächst ebenfalls als Schmied belegt, später aber als Ackerwirt bzw. Ökonom. Dessen Erben veräußerten das Haus dann 1871 an den Kaufmann und Stadtverordneten Wilhelm Redicker.
Eigentümer
- oo 1780[1] Maria Catharina Knop aus Werne
- oo 1830[4] Anna Maria Harkebusch (1811-1868) aus Uentrop
- 1871/1886: Wilhelm Redicker (1814-1880), Kaufmann (→ Nro 99)
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- 1964: nicht mehr aufgeführt
Anmerkungen
- ↑ Vgl. 1780 (Trauregister); dort: Geyping
- ↑ Vgl. 1787 (Trauregister)
- ↑ Vgl. 1796 (Trauregister); dort: Steinfort / Höger
- ↑ Vgl. 1830 (Trauregister)
Literatur
- Andreas Schulte, Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 404.