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Martin-Luther-Straße 18

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Version vom 4. Januar 2026, 18:25 Uhr von Schulte (Diskussion | Beiträge) (Erg. Pietig; Schmiedinghoff)

Eine Adresse Martin-Luther-Straße 18 gibt es heute nicht mehr. Das Areal des im Kriege zerstörten Hauses ist heute unbebaut. Das Foto von 2024 zeigt das Areal der Martin-Luther-Straße 18 (im Hintergrund ist die Rückseite des Cafe Extrablatt zu erkennen).

Areal der Martin-Luther-Str. 18 (2024)

Geschichte der Hausstätte

Das Haus Martin-Luther-Straße 16 befand sich auf der alten Hausstätte Nro 403 in der Westhofe. Nach dem Stadtbrand von 1741 ließ der Kleinschmied Franz Blecke[1] das Haus auf der alten Hausstätte neu errichten. Kanonzahlungen sind nicht bekannt. Während der Soldat Blecke bislang nicht identifiziert werden konnte, lässt sich der Glasmacher Augustin Grass in den Quellen nachweisen, da er 1773 60 Reichtstaler für eine Hauptreparatur erhielt. Weiter heißt es dort: ist ein Ausländer und hat sich vor Zehn Jahren mit seiner Famille auf seine Kosten aus der Pfaltz, im Hamm etabliret. 1779 finden die Witwe Dörfer als Eigentümerin vor, die von Beruf Hebamme war und das Haus für 200 Reichstaler erwarb.

Eigentümer

  • 1715/1766: Franz Blecke (+ 1762), Kleinschmied (1741)
oo 1714[2] Anna Clara Sibilla Frigge († 1735)
  • 1766/1772: Blecke, Soldat (1766)
  • 1773/1779: Augustin Grass aus der Pfalz, Glasmacher
oo 1771[3] Anna Louisa Fuhrmann
  • 1779/1795: Wwe Dörfer, Hebamme
  • 1801[4]/1851: Johann Pietig (ca. 1766-1835), Bürger (1801), Schneidermeister
1. oo 1797[5] Sophie Catharina Hegenberg († 1804)
2. oo 1805[6] Charlotte Fahne (ca. 1776- )
  • 1851[7]/1886: Heinrich Schmiedinghoff (ca. 1819- ), Schneider, Kleidermacher
oo 1851 Theodore Lumpe (ca. 1822- ) aus Königsborn

__________

  • 1892/1908: Heinrich Schmiedinghoff, Schneider
  • 1964: nicht mehr aufgeführt

Anmerkungen

  1. Er dürfte mit dem Meister Franz Blecke identisch sein, der für ein Gehalt von 12 Reichstalern die regelmäßigen Wartungsarbeiten - nämlich das Stellen der Uhr an der Pauluskirche - durchführte und uns daher mehrfach in den reformierten Kirchenrechnungen, z. B. 1733 oder 1738, begegnet. Eventuell anfallende Materialkosten wurden extra vergütet, so z. B. Reparatur-Draht zu 1 Reichstaler 30 Stüber.
  2. Vgl. 1714 (Trauregister)
  3. Vgl. 1771 (Trauregister)
  4. 1801 Kauf für 425 Reichstaler
  5. Vgl. 1797 (Trauregister)
  6. Vgl. 1805 (Trauregister)
  7. 1851 Kauf für 1425 Taler

Literatur

  • Andreas Schulte, Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 403.
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