Urkunde 1397 Juni 10
Elisabeth von Limburg, Witwe des Dietrich von Volmarstein, bekundet am 10. Juni 1397, dass sie dem Vorsteher des Marienaltars in der Heessener Kirche, Lambert Volenspit, eine Stätte am Eckey in Heessen für 20 rheinische Gulden verkauft hat. Sie behält sich ein Rückkaufsrecht vor.
Wortlaut
Die Urkunde ist in niederdeutscher Sprache verfasst und wird hier entsprechend den bei Krumbholtz wiedergegebenen Auszügen zitiert: [1]
Elyzabeth van Lymborch wanner echte wyf ... selgen hern Dyderikes van Volmesteyn ritters, Johan und Neyse ere kyndere, bekunden, dat wy hebbet vorsat. vor 20 Rheinische Gulden hern Lamberte Volenspit prestere, vorwarere by der tyd unser Vrowen altars, belegen in der Kerken to Hesne, und synen nakomelingen, vorwarere des vorgenomten altars, de stede und de word, de belegen is to Hesne an deme Eyckeyge, dar uppe wonet hadden selge her Jacop und selge her Johan van Apelderbeke, de vorwarere waren des vorgenomten altars, to besittene und... to brukene to erem willen vry, ledich und loes.
Indessen behalten sich Elisabeth und die Ihrigen das Rückkaufsrecht mit einjähriger Kündigungsfrist vor. Auf Bitte der Aussteller siegeln auch Herr Johan van Volmesteyn, Domherr zu Münster, Lambert van Hovele, ein Knappe und Hinrich, Schulte und Richter zu Heessen.
Und ich Hinrich eyn schulte und richtere by der tyd to Hesne vorgenomt enkenne des, dat dusse zate und bekantnisse al dusser vorgenomten punte vor my ys geschehn to Hesne in gerichte, da ich den richtestoel beseten hadde to gerichtes rechte. Dar over und an hebbet gewesen her Herman Rensingh pastor by der tyd to Hesne, Godeke van Summeren, ludeke van Alen, Hinrich Knyppinch knapen, Johan de scriver, Johan de Stomeler.
Übersetzung
Übersetzt ins Hochdeutsche lauten die Auszüge wie folgt:
Elisabeth von Limburg, eheliche Witwe des seligen Herrn Dietrich von Volmestein, Ritters, [sowie] Johann und Neese, ihre Kinder, bekunden, dass wir verpfändet haben für 20 Rheinische Gulden Herrn Lambert Volenspit, Priester, Verwalter [Inhaber] zur Zeit unseres Unser-Lieben-Frauen-Altars, gelegen in der Kirche zu Heessen, und seinen Nachfolgern, Verwaltern des vorgenannten Altars: die Stätte und die Hofstatt, die gelegen ist zu Heessen an der Eiche, darauf gewohnt hatten der selige Herr Jakob und der selige Herr Johann von Aplerbeck, die Verwalter des vorgenannten Altars waren, zu besitzen und ... zu nutzen nach ihrem Willen, frei, ledig und los.
sowie
Und ich, Heinrich, zur Zeit Schulze und Richter zu Heessen, vorgenannt, bekenne dies, dass diese Verpfändung und Anerkenntnis all dieser vorgenannten Punkte vor mir geschehen ist zu Heessen im Gericht, als ich den Richterstuhl nach Gerichtsrecht besetzt hatte. Dabei und daran sind gewesen: Herr Hermann Rensing, zur Zeit Pfarrer zu Heessen, Gödeke von Summeren, Lüdeke von Ahlen, Heinrich Knipping, Knappen, Johann der Schreiber, Johann der Stotterer .
Literatur
- Krumbholtz, Robert: Urkundenbuch der Familien von Volmerstein und von der Recke bis zum Jahre 1437. Münster 1917. Seite 243-244
- Inventare der nichtstaatlichen Archive Westfalens (INA), Alte Folge (AF), Beibd. 3: Bischöfliches Diözesanarchiv Münster
Siehe auch
Anmerkungen
- ↑ Krumbholtz, Robert: Urkundenbuch der Familien von Volmerstein und von der Recke bis zum Jahre 1437. Münster 1917. Seite 243-244