Urkunde 1330 Dezember 22

Dietrich Edelherr von Volmarstein bestätigt am 22. Dezember 1330 gegenüber dem Abt und dem Konvent des Klosters St. Walburgis vor den Mauern von Soest die Übereignung von Grundeigentum. Unter den Zeugen werden Ritter Ehrenfried von Bredenol, Andreas Snap und Gerlach von Sümmern als Burgmänner der Burg Mark aufgeführt.
Wortlaut
Die Urkunde nicht vollständig im Druck erschienen. Sie ist in lateinischer Sprache verfasst und wird in den Auszügen bei Krumbholtz (S. 127) zitiert:
[...] quod, cum quondam prepositus monasterii sancte Walburgis extra Susatum et conventus ibidem quosdam agros apud Katerbeke sitos a veris heredibus comparaverint, quos dominus quondam pater noster ad suam concessionem pertinere asseruerit, tamen pietatis affectu inductus eandem venditionem ratam et gratam habens approbavit. Et quia facta et scripta eiusdem domini patris nostri reprobare nolumus, precibus fidelium nostrorum quorundam inclinati omne ius, si quod nobis seu posteris nostris competit seu competere poterit in futurum, de pleno consensu Agnetis domine uxoris nostre Deo et beate Marie virgini ac prefato conventui damus et tradimus in hiis scriptis perpetuis temporibus possidendum, hoc adiecto, quod pensionem (!) novem denariorum venditoribus dictorum agrorum seu legitimis heredibus eorundem singulis annis a dicto conventu persolvatur.
Als Zeugen werden benannt:
Erenfridus de Bredenol miles, Andreas dictus Snap, Gerlacus de Summeren castrenses in Marcha, Dethmarus dictus de Broke civis Susatiensis.
Übersetzung
Der obige Urkundenauszug lautet ins Deutsche übersetzt wie folgt:
[...] dass, da der ehemalige Propst des Klosters der heiligen Walburgis außerhalb von Soest und der Konvent dort gewisse Äcker bei Katerbeck von den wahren Erben gekauft haben, die unser einstiger Herr und Vater behauptet hat, zu seinem Besitz zu gehören, er jedoch von frommer Zuneigung bewogen denselben Verkauf als gültig und genehm bestätigt hat.
Und da wir die Taten und Urkunden desselben Herrn, unseres Vaters, nicht verwerfen wollen, geben und übergeben wir, auf das Bitten gewisser unserer Getreuen hin, mit voller Zustimmung unserer Frau Agnes all das Recht, das uns oder unseren Nachkommen zusteht oder in Zukunft zustehen könnte, Gott und der seligen Jungfrau Maria sowie dem vorgenannten Konvent in diesem Schreiben. Es soll für ewige Zeiten besessen werden.
Hinzu kommt, dass eine Abgabe von neun Pfennigen an die Verkäufer der besagten Äcker oder an ihre rechtmäßigen Erben von dem besagten Konvent jedes Jahr bezahlt werden soll.
Literatur
- Robert Krumbholtz: Urkundenbuch der Familien von Volmerstein und von der Recke bis zum Jahre 1437. Münster 1917. Seite 127