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Urkunde 1303 September 4

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Wappen der Grafen von der Mark

Graf Everhard von der Mark und sein Sohn Engelbert verkaufen dem Stift Kappenberg am 4. September 1304 ihre wüste Mühlenstätte in Lünen.

Wortlaut

Die Urkunde ist in lateinischer Sprache verfasst und wird nach Bockhorst/Niklowitz (S. 121) zitiert: [1]

Nos Everhardus comes de Marcha et Engelbertus primogenitus eiusdem universis presentia visuris recognoscimus et tenore presentium publice protestamur, quod nos de bona nostra voluntate et heredum nostrorum Adolfi et Conradi ceterorumque coheredum nostrorum consensu voluntario et expresso vendidimus pure et simpliciter religiosis viris preposito et conventui monasterii Capenbergensis Premonstratensis ordinis Monasteriensis dyocesis iusto titulo emptionis et venditionis destructionem, depositionem seu desertionem perpetuam, que vulgo dicitur wustinge, molendini nostri Lunen pro centum et decem marcis Monasteriensium legalium denariorum pecunie numerate nobis penitus et solute. Per nos, nostros heredes seu successores nostros aut aliquem vel aliquos nomine nostri in perpetuum nullatenus instaurandi seu etiam restituendi nec etiam aliud molendinum infra Lunen vel in fossato ibidem construi novum seu aliquando depositum reedificari poterit, per quod predictum monasterium impediri valeat quomodolibet vel gravari. Proviso insuper, quod si prefatum opidum quocunque modo in manus alterius cuiuscumque per nos seu nostros heredes translatum fuerit, cavebimus monasterio antedicto, quod prehabita destructio, depositio seu desertio stabilis et firma permanest et ibi molendini constructio de cetero nulla fiat. Subnotatis testibus, quorum hec sunt nomina: Theodericus dictus Vridag, Gerlacus de Luttelenowe, Theodericus de Leten et Albertus de Vresendorpe milites, Engelbertus Fransoys rector ecclesie de Metlere et Hermannus de Wittene gogravius noster in Unha. In cuius rei testimonium sigilla presentibus sunt appensa. Datum anno Domini M°CCC° tertio, pridie nonas Septembris.

Übersetzung

Übersetzt ins Deutsche lautet der Urkundentext wie folgt:

Wir, Everhardus, Graf von der Mark, und Engelbertus, sein erstgeborener Sohn, erkennen hiermit öffentlich an und bekennen durch den Inhalt dieses Schreibens, dass wir aus unserem guten Willen und mit der freiwilligen und ausdrücklichen Zustimmung unserer Erben Adolfus und Conradus sowie unserer übrigen Miterben an die frommen Männer, den Propst und den Konvent des Klosters Kappenberg (Capenbergensis) des Prämonstratenserordens in der Diözese Münster, in einem rechtsgültigen Kaufvertrag die Zerstörung, Niederlegung oder ewige Stillegung (die im Volksmund „Wüstung“ genannt wird) unserer Mühle in Lünen (Lunen) verkauft haben, für einhundertzehn Mark legaler Münsteraner Pfennige, die uns vollständig in bar gezahlt wurden.

Diese Mühle darf von uns, unseren Erben oder unseren Nachfolgern oder von irgendjemandem in unserem Namen auf ewig in keiner Weise wiederhergestellt oder ersetzt werden. Auch darf keine andere neue Mühle in Lünen oder in dem dortigen Graben gebaut oder eine jemals niedergelegte Mühle wieder aufgebaut werden, wodurch das vorgenannte Kloster in irgendeiner Weise behindert oder beschwert werden könnte.

Es wurde außerdem vereinbart, dass, wenn die vorgenannte Stadt auf irgendeine Weise durch uns oder unsere Erben auf jemand anderen übertragen wird, wir dem vorgenannten Kloster versichern werden, dass die bereits erfolgte Zerstörung, Niederlegung oder Stillegung stabil und fest bleibt und dort von nun an keine Mühle mehr gebaut wird.

Dies geschah unter Anwesenheit der unten genannten Zeugen, deren Namen sind:

Theodericus, genannt Vridag

Gerlacus von Luttelenowe

Theodericus von Leten

Albertus von Fresendorp (Vresendorpe), Ritter

Engelbertus Fransoys, Rektor der Kirche von Methler (Metlere)

Hermannus von Witten (Wittene), unser Gograf in Unna (Unha)

Zum Zeugnis dessen sind die Siegel an diesem Schreiben angebracht.

Gegeben im Jahre des Herrn 1303, am Tag vor den Nonen des Septembers (4. September).

Literatur

  • Wolfgang Bockhorst/Fredy Niklowitz: Urkundenbuch der Stadt Lünen bis 1341. Lünen 1991

Siehe auch

Anmerkungen

  1. vgl. Wolfgang Bockhorst/Fredy Niklowitz: Urkundenbuch der Stadt Lünen bis 1341. Lünen 1991, S. 121
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