Strontianitbergbau: Unterschied zwischen den Versionen
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Strontianit ist chemisch gesehen Strontiumkarbonat und findet sich in der Natur in straußartig gewachsenen Kristallen, den sogenannten "Blumen". Diese Kristalle wurde im 19. Jahrhundert vorwiegend im Münsterland, aber auch in [[Hamm]] abgebaut. Strontianit wurde in der Zuckerproduktion verwendet. | Strontianit ist chemisch gesehen Strontiumkarbonat und findet sich in der Natur in straußartig gewachsenen Kristallen, den sogenannten "Blumen". Diese Kristalle wurde im 19. Jahrhundert vorwiegend im Münsterland, aber auch in [[Hamm]] abgebaut. Strontianit wurde in der Zuckerproduktion verwendet. | ||
Version vom 25. Juli 2022, 17:08 Uhr

Strontianit ist chemisch gesehen Strontiumkarbonat und findet sich in der Natur in straußartig gewachsenen Kristallen, den sogenannten "Blumen". Diese Kristalle wurde im 19. Jahrhundert vorwiegend im Münsterland, aber auch in Hamm abgebaut. Strontianit wurde in der Zuckerproduktion verwendet.
Strontianitabbau ist für das heutige Stadtgebiet von Hamm in den Stadtteilen Heessen (am Herrenstein) und Braam-Ostwennemar belegt.
In Braam-Ostwennemar bestand ab ca. 1883 das Heinrich-Strontianit-Bergwerk bei Mark im Kreis Hamm. Durch einen Plan des Bergwerk des damaligen Markscheider Weberlein aus dem Jahr 1883 geht die Lage und die Größe des Bergbaubetriebs hervor. Es lag im Bereich zwischen dem Maximilianpark und der Straße Am Maximilianpark und war in Nord-Süd-Richtung angelegt. Die beiden dort angelegten unterirdischen Stollen waren ca. 450 Meter lang. Ein Stollen ging bis in 18 Meter Tiefe in den Boden, der andere hatte sogar eine Tiefe von 32 Metern.
Literatur
- Frank Grodzki: Begehrte "Blumen". In Braam-Ostwennemar wurde von 1883 bis 1884 Strontianit abgebaut. Ein Plan belegt die Existenz eines alten Bergwerks in der Nähe des Maxiparks. Westfälischer Anzeiger vom 24. Februar 2007