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Werner Habig

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Werner Habig (* 1924 in Wattenscheid; † 2. August 1990 in Hamm) war Bildhauer, Zeichner, Holzschnitzer und architektonisch-künstlerisch tätig. Darüber hinaus war er als Kunstpädagoge am Gymnasium in Bergkamen angestellt.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen das im Foyer des Recklinghauser Festspielhauses stehende Porträt des Mitbegründers der Ruhrfestspiele, Otto Burrmeister sowie eine Herbert-Wehner-Büste, die der SPD-Politiker von allen seinen Darstellungen am meisten schätzte und stolz präsentierte.

Besondere Aufmerksamkeit hat sein für die kleine evangelische Kirche in Kevelaer geschaffenes Kreuzbildnis erhalten. Heinrich Peuckmann beschreibt es wie folgt: [1]

Erschreckend aber, ja geradezu provozierend ist ein Kruxifix, der "Christus von Kevelaer". Ein verzerrter, entstellter Körper hängt an einem schmalen Bronzekreuz, der Brustkorb ist ein tiefes Loch, Ellbogen und sSchultergelenke sind überdeutlich herausgedrückt, dabei ist der Körper weit nach vorn gesackt und nur durch Nägel mit dem Kreuz verbunden - der Besucher bleibt erschreckt und gebannt stehen.

Ein klares politisches Statement war der von ihm gestaltete Kopf des spanischen Diktator Franco, ein hohler Schädel mit leeren Augen als Symbol für die menschenverachtende Politik des spanischen Machthabers. Das Werk war die Reaktion Habigs auf die Tatsache, dass der senile Diktator kurz vor seinem Tod noch drei junge baskische Männer hat hinrichten lassen.

Literatur

  • Peuckmann, Heinrich: Christus aus Auschwitz und Buchenwald. In: Jahrbuch Westfalen '92. Münster o. J. (1991). S. 118-121

Anmerkungen

  1. Peuckmann, Heinrich: Christus aus Auschwitz und Buchenwald. In: Jahrbuch Westfalen '92. Münster o. J. (1991). S. 120
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