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Urkunde 1391 März 24

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Wappen der Grafen von der Mark

Am 24. März 1391 erklärt der Graf von der Mark seine Ansprüche gegen die Stadt Dortmund für befriedigt.

Regest

Der Graf von der Mark erklärt alle seine Ansprüche an die Stadt Dortmund wegen seines gefangenen Freundes Dietrich von Volmarstein und Genossen für befriedigt. Zudem erklärt er, dass 5.000 alte Schilde so gut wie 6.500 Gulden wären.

Wortlaut

Die Urkunde ist in niederdeutscher Sprache verfasst und wird nach Rübel (Band II, S. 287-288) zitiert: [1]

Wy Engelbrecht greve tho der Marke doyt kund allen luden und bekennet openbarlike in diessen openen breyve dat wy bi rade unser vrunde unss vruntliken verliket und verscheden hebbt myt den.. borgermeisteren, dem. . rayde und den gemeynen borgeren van Dorpmunde alse van der aynsprake wegene, dar wy sey umme aynspreken van unser vrunde wegene dey uns affghevancgen worden as her Diderich van Volmesteyne und andere unse vrunde dey tho der tyd myt hern Dideriche vorg. ghevancgen worden; und sey hebbt unss van der vanegnysse und ansprake wegene vuldaen van all deme dat sey van soene wegene na ynnehaldynege des soenebreyffs uns schuldich waren todoene, und latet sey dar van alynch qwyt, ledich loes. Vart late wy sey alynch qwyt van deme dar wy sey umme anspreken, dat viff dusent schilde nycht so gud en syn as sevendehalff dusent guldene; und hebben des tobekantnysse unse ingesigel myt unser wytschap an diessen breyff don hancgen. Datum anno domini millesimo trecentesimo nonagesimoprimo in vigilia annunciacionis beatissime Marie virginis.

Übersetzung

Ins Hochdeutsche übertragen lautet der Urkundentext wie folgt:

Wir, Engelbert, Graf von der Mark, tun kund allen Leuten und bekennen öffentlich in diesem offenen Brief, dass wir uns durch den Rat unserer Freunde freundschaftlich verglichen und geeinigt haben mit den Bürgermeistern, dem Rat und den gemeinen Bürgern von Dortmund wegen des Anspruchs, den wir gegen sie erhoben hatten bezüglich unserer Freunde, die uns gefangen genommen worden waren: namentlich Herr Diederich von Volmestein und andere unsere Freunde, die zu jener Zeit mit dem vorgenannten Herrn Diederich gefangen genommen wurden.

Und sie (die Dortmunder) haben uns wegen der Gefangenschaft und des Anspruchs Genugtuung geleistet für all das, was sie uns zur Sühne nach dem Inhalt des Sühnebriefes zu tun schuldig waren; und (wir) lassen sie davon gänzlich quitt, ledig und los.

Weiterhin lassen wir sie gänzlich quitt von dem, worum wir sie ansprachen: dass 5.000 Schilde nicht so gut seien wie 6.500 Gulden.

Und zur Anerkennung dessen haben wir unser Siegel mit unserem Wissen an diesen Brief hängen lassen.

Gegeben im Jahre des Herrn 1391, am Vorabend der Verkündigung der allerseligsten Jungfrau Maria (24. März 1391).

Standort

Stadtarchiv Dortmund [2]

Literatur

  • Rübel, Karl: Dortmunder Urkundenbuch. Band II. Erste Hälfte. Dortmund 1890

Weblink in der Digitalen Westfälischen Urkundendatenbank

http://www.westfaelische-geschichte.de/que20604

Anmerkungen

  1. Rübel, Karl: Dortmunder Urkundenbuch. Band II. Erste Hälfte. Dortmund 1890
  2. Haupturkundenbestand

Siehe auch

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