Urkunde 1372 November 2

Graf Engelbert von der Mark quittiert am 2. November 1372 der Stadt Dortmund über 1300 Gulden , die sie ihm für die Erlaubniss, Juden aufzunehmen, schuldet.
Wortlaut
Die Urkunde ist in mittelniederdeutscher Sprache verfasst und hat wird nach Rübel (Band II, S. 16) zitiert: [1]
Wii Engelbrecht, greve van der Marke, doin kund allen luden int enkennen openbarlike vermyds diessen breyve, dat wii van den .. borgermeysteren und van dem raide van Dorpmunde hebbet entfangen und opgebort druyttinhundert gude sware ghuyldenc, as van der eyndraicht vorwarden und puntten, dey tuysschen uns in den van Dorpmunde vorg. van joden wegen gedegedynget synt, ind scheyldet vor uns ind vor unse ervcn dey vorg. ... borgermeystere, den raid ind dey gemeynen borgere van Dorpmunde van diessen vorg. druyttinhundert ghuyldenen alynch quiit, ledich ind loys. Ind diis to orkunde so hebbe wii unse sighel an diessen breyff gehangen doin. Datum anno Domini MCCC septuagesimo secundo crastino onmium sanctorum.
Übersetzung
Übertragen ins Hochdeutsche lautet der Urkundentext wie folgt:
Wir, Engelbert, Graf von der Mark, tun kund allen Leuten und bekennen öffentlich mittels dieses Briefes:
Dass wir von den Bürgermeistern und von dem Rat von Dortmund empfangen und erhoben haben 1300 gute, schwere Goldgulden, gemäß der Einigkeit, Vereinbarungen und Punkte, die zwischen uns und denen von Dortmund wegen der Juden ausgehandelt (gedegedynget) worden sind.
Und wir sprechen für uns und für unsere Erben die vorgenannten Bürgermeister, den Rat und die gemeinen Bürger von Dortmund von diesen vorgenannten 1300 Goldgulden gänzlich quitt, ledig und los.
Und dies zur Beurkundung, so haben wir unser Siegel an diesen Brief hängen lassen.
Gegeben im Jahre des Herrn 1372, am Tage nach Allerheiligen (2. November).
Literatur
- Rübel, Karl: Dortmunder Urkundenbuch. Band II. Erste Hälfte. Dortmund 1890
Anmerkungen
- ↑ Rübel, Karl: Dortmunder Urkundenbuch. Band II. Erste Hälfte. Dortmund 1890