Urkunde 1371 1372 a

Im Zusammenhang mit dem 1372 geschlossenen Landfrieden für Westfalen ist eine Verpflichtung des Bischofs Heinrich von Paderborn in der Zeit von 1371 bis 1372 entstanden. In diesem Text tritt Graf Engelbert von der Mark auf.
Wortlaut
Die Urkunde ist in mittelniederdeutscher Sprache verfasst und hat wird nach Rübel (Band II, S. 7-8) zitiert: [1]
Und wii Hinrich, van godes genaden .. byscop to .. Paderborne, bekennet oppenbare, dat wii myt guden willen und myt vulbort unses cappittels, unser .. borghman, unser deynstman und al unser underzaten uns . . hebbet vorbunden und vorbyndet mit deme .. erwerdighen in gode vader und . . heren . . hern .. Vredderiche ertzebiscope to .. Colne unde myt dem edelen manne hern ... Engelberte, greven to der Marke, und vortmer myt allen .. heren und .. stedden, dey hin noch in komen moghen, und hebt to den hilligen gesworen vor uns . . und vor al unse nakomelyncge dat recht, dat unser erwerdighe in gode. . vader und .. here .. Karl, keyser to .. Rome und konyngh to .. Beyhem, deme lande to Westphalen gegeven hevet, erfliken und eweliken truweliken to hodene und to warene na al unser macht sunder underscheitan argeliist und welt und ghebeydet ernstliken to eyner merren zykerheid unsen stedden . . Paderborne und .. Wartbergh, .. Brakele, .. Borgentryke und Neyhem und vortmer al unsen slotten, stedden, borchmannen und underzaten dey in deme stychte van Paderborne beseten synt, dat sey nummer meer biscope to .. to .. Paderborne, marscalke eder amptmanne hulden eder sweren efte yrhande horsam eder deynst doyn, sey ne hebben dat to dem yrsten to den hilghen gesworen dat selve recht, dat unse erwordige here dey . . keyser deme lande to Westphalen gegeven hevet, troweliken to hodene und to warene na al er macht sunder underscheyt an argeliist, alse vorgescr. is na haltnysse der breyve dey unse here dey .. keyser dem lande to Westphalen erfliken vor recht gegeven hevet.
Übersetzung
Ins Hochdeutsche übertragen lautet der Urkundentext wie folgt:
Und wir, Heinrich, von Gottes Gnaden Bischof zu Paderborn, bekennen öffentlich, dass wir mit gutem Willen und mit Billigung unseres Kapitels, unserer Burgmänner, unserer Dienstmänner und all unserer Untertanen uns verbunden haben und hiermit verbinden mit dem ehrwürdigen Vater in Gott und Herrn, Herrn Friedrich, Erzbischof zu Köln, und mit dem edlen Mann, Herrn Engelbert, Graf von der Mark, und ferner mit allen Herren und Städten, die hier noch hinzukommen mögen.
Und [wir] haben bei den Heiligen geschworen, für uns und für all unsere Nachkommen das Recht, das unser ehrwürdiger Vater in Gott und Herr, Karl, Kaiser zu Rom und König zu Böhmen, dem Lande Westfalen gegeben hat, erblich und ewig treulich zu hüten und zu wahren nach all unserer Macht, ohne Unterschied [und] ohne Arglist.
Und [wir] wollen und gebieten ernstlich zu einer größeren Sicherheit unseren Städten Paderborn und Warburg, Brakel, Borgentreich und Nieheim und ferner all unseren Schlössern, Städten, Burgmännern und Untertanen, die im Stift Paderborn ansässig sind, dass sie niemals mehr einem Bischof zu Paderborn, einem Marschall oder Amtmann huldigen oder schwören oder irgendeinen Gehorsam oder Dienst tun, sie haben denn zuerst bei den Heiligen geschworen, dasselbe Recht, das unser ehrwürdiger Herr, der Kaiser, dem Lande Westfalen gegeben hat, treulich zu hüten und zu wahren nach all ihrer Macht, ohne Unterschied [und] ohne Arglist, wie es oben geschrieben steht gemäß dem Inhalt der Briefe, die unser Herr, der Kaiser, dem Lande Westfalen erblich als Recht gegeben hat.
Literatur
- Rübel, Karl: Dortmunder Urkundenbuch. Band II. Erste Hälfte. Dortmund 1890
Siehe auch
Anmerkungen
- ↑ Rübel, Karl: Dortmunder Urkundenbuch. Band II. Erste Hälfte. Dortmund 1890