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Urkunde 1370 November 20

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Der Bürger Andreas von der Mark in Hamm verkauft am 20. November 1370 an Johann von Ergste eine Geldrente aus allen seinen in und ausserhalb der Stadt Hamm gelegenen Gütern.

Wortlaut

Die Urkunde ist in lateinischer Sprache verfasst. Ihr Wortlaut wird nach Merx (S. 146) zitiert: [1]

Universis et singulis, ad quos presencia pervenerint, pateat evidenter, quod ego Andreas de Marka civis Hammonensis cum consensu et bona voluntate omnium heredum meorum utriusque sexus pro una decimata pecunie summa michi et meis heredibus, ut presentibus profiteor tradita et persoluta vendidi et tonere presencium rite au racionabiliter vendo discreto viro Johanni de Ergeste et suis heredibus ac presencium eorum nomine conser­vatori redditus decem et octo solidorum denariorum Tremoni­ensium hereditarie seu perpetuo habendos, tenendos et possi­dendos ex universis bonis meis tam in civitate Hammonensi quam extra constitutis et ex ipsorum bonorum appendiciis annexis et pertinenciis universis dandos et persolvendos singulis annis in perpetuum in festo beati Martini episcopi hyemalis vel infra oc­tavas ejusdem festi eosdem redditus sub meis et meorum heredum laboribus, eventibus, periculis et expensis propriis absque onmi arrestatione et occupatione et sine cuiuslibet superioris aut cuiuscunque alterius prohibitione infra muros civitatis Tremoni­ensis ad usum, utilitatem et profectum emptoris predicti suorumque heredum ac presencium ipsorum nomine conservatoris, sub tali, condicione et pena, quod si in huiusmodi solucione neglientes inventi fuerimus , tunc idem Johannes et sui heredes atque pre­sencium conservator poterunt emonere et extorquere a me et a meis veris heredibus redditus predictos rigore utriusque juris tam canonici quam civilis, et quodcunque dampnum exinde ha­buerint de eodem ego Andreas predictus et mei heredes ipsos habebimus relevatos atque eosdem indempnes de predictis om­nibus reservare nullis meis contradictionibus obstantibus. Et hec omnia et singula ego Andreas predictus promitto presentibus dataque fide assecurando rata, grata et firma tenere et habere necnon eadem inviolabiliter observare cunctis dolis et fraudibus in premissis cessantibus penitus et exclusis. In quorum omnium testimonium sigillum meum pro me meisque heredibus presen­tibus est appensum. Datum anno domini MmCCCmo.LXXmo feria quarta post octavas Martini episcopi.

Übersetzung

Übersetzt ins Hochdeutsche lautet der Urkundentext wie folgt:

Allen und jedem Einzelnen, zu deren Kenntnis das gegenwärtige [Schreiben] gelangt, soll offenkundig feststehen:

Ich, Andreas von der Mark, Bürger zu Hamm, habe mit Konsens und gutem Willen aller meiner Erben beiderlei Geschlechts für eine bestimmte Geldsumme, die mir und meinen Erben – wie ich hiermit bezeuge – übergeben und gezahlt wurde, dem besonnenen Mann Johannes von Ergste und seinen Erben sowie dem Inhaber dieser Urkunde in deren Namen eine Rente von achtzehn Schillingen Dortmunder Pfennige verkauft und verkaufe sie mit dem Inhalt des Gegenwärtigen rechtmäßig und vernünftig.

Diese Rente ist als Erbe oder auf ewig zu haben, zu halten und zu besitzen und aus all meinen Gütern, sowohl innerhalb der Stadt Hamm als auch außerhalb gelegen, nebst deren Zubehör und Pertinentien zu geben und jährlich auf ewig am Fest des seligen Bischofs Martin im Winter (11. November) oder innerhalb der Oktav desselben Festes zu zahlen. Diese Rente [ist zu leisten] unter den Mühen, Zufällen, Gefahren und auf eigene Kosten meiner selbst und meiner Erben, ohne jede Beschlagnahme oder Besetzung und ohne Verbot irgendeines Vorgesetzten oder sonst jemanden, innerhalb der Mauern der Stadt Dortmund zum Nutzen und Vorteil des vorgenannten Käufers, seiner Erben und des Inhabers dieser Urkunde.

Unter folgender Bedingung und Strafe: Sollten wir bei dieser Zahlung nachlässig befunden werden, dann können derselbe Johannes, seine Erben sowie der Inhaber der Urkunde die vorgenannte Rente von mir und meinen rechtmäßigen Erben mit der Strenge beider Rechte – sowohl des kanonischen als auch des zivilen – einmahnen und eintreiben. Und welchen Schaden auch immer sie daraus erleiden, werde ich, der vorgenannte Andreas, und meine Erben sie davon entlasten und sie hinsichtlich all dessen schadlos halten, ungeachtet jedweden Widerspruchs meinerseits.

Und dies alles und jedes Einzelne verspreche ich, der vorgenannte Andreas, durch das gegenwärtige Schreiben und unter Verpfändung meiner Treue (Eidesstatt) als gültig, willkommen und fest anzusehen sowie unverletzlich einzuhalten, wobei List und Betrug bei den vorgenannten Dingen völlig ausgeschlossen bleiben.

Zum Zeugnis dessen ist mein Siegel für mich und meine Erben an das Gegenwärtige gehängt worden. Gegeben im Jahre des Herrn 1370, am Mittwoch nach der Oktav des Bischofs Martin.

Literatur

  • Merx, Otto: Urkundenbuch des Clarissenklosters, späteren Damenstifts Clarenberg bei Hörde. Dortmund 1908

Anmerkungen

  1. Merx, Otto: Urkundenbuch des Clarissenklosters, späteren Damenstifts Clarenberg bei Hörde. Dortmund 1908.

Siehe auch

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