Urkunde 1367 Oktober 2

Graf Engelbert von der Mark gewährt dem Rat der Stadt Hamm am 2. Oktober 1367 das Privileg, durch eine Satzung darüber zu entscheiden, wer in der Stadt und der Feldmark von Hamm Besitz erlangen darf - unabhängig vom Stand der Person.
Wortlaut
Die Urkunde ist als Abschrift des 17. Jahrhunderts im Stadtbuch der Stadt Hamm enthalten. Diese Kopie wird hier wiedergegeben: [1]
Das ist wie folgt zu lesen:
Wy Engelberth Greve tho der Mark erkennet in unsem breive, dat wy, dat wy vermiddens Raede unser Vrund averdregen sindt met unseren Rhade und mit unsen Börgern to dem Hamme datt neymandt neingut hebben ensol in unser Stadt oder in unser Veltmarcke tom Hamm, hy sy Pape oder Leye, hey soole unß und unser Stadt to dem Hamme darauf deinen na Versatinge unsers sittenen schworenen Radts to dem Hamme in Betügnüße düßer sacke, so ist von unsen geheiten unse geseigell gehangen an düßen breiff. Datum Anno Domini M. CCC. Sexagesimo Septimo. Crastino beati Remigii Episcopi
Übersetzung
Übersetzt ins Hochdeutsche lautet der Urkundentext wie folgt:
Wir, Engelbert Graf von der Mark, bekennen in diesem Brief, dass wir – vermittels des Rates unserer Freunde – übereingekommen sind mit unserem Rat und mit unseren Bürgern zu Hamm, dass niemand ein Gut haben soll in unserer Stadt oder in unserer Feldmark zu Hamm, er sei Priester oder Laie, er solle uns und unserer Stadt zu Hamm dafür dienen nach der Verfügung unseres eingesessenen, geschworenen Rates zu Hamm. Zum Zeugnis dieser Sache ist von unserem Geheiß unser Siegel an diesen Brief gehängt worden.
Datum im Jahr des Herrn 1367, am Tage nach dem Heiligen Bischof Remigius
Quelle
- Stadtbuch der Stadt Hamm mit vermischten notariell-kopialen Inhalten, darunter Abschriften von Statuten, Privilegien und Protokollen der Stadt Hamm. Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen W 005 / Msc. VII (z.T. Dep.), Nr. 6417
Siehe auch
Anmerkungen
- ↑ Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen W 005 / Msc. VII (z.T. Dep.), Nr. 6417, pg. 198-199