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Urkunde 1362 Dezember 18

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Am 18. Dezember 1362 verzichtet Godeken von Vechtorpe (Uentrop) und seine Mutter auf die Güter Niehuß schriftlich gegenüber dem Freigrafen Johann Verkinck, weil sie aus Krankheit und Schwachheit nicht vor Gericht erscheinen können.

Wortlaut

Die Urkunde ist in mittelniederdeutscher Sprache verfasst. Ihr Wortlaut wird nach Kindlinger zitiert: [1]

Kundich zi ju, Johanne Verkinck, Vrigreven Diderikes van Volmestene eyns Knapen, unde vortme al den ghenen, de dussen Breif seyet und horet lesen: Went wi Godike van Vechtorpe ein Knape, und Grete min Moder van Kranckheit und van Unmacht unses Lives vor juwen vrygen Stoel nicht komen en kunnen, so hebben wi vorthegen und vortiget, und upghelaten, und latet up in dussen Breyve, lyker Wise alse wi vor juwn vrygen Stole keghenwordich stunden, twe Hues, de gheheten sint Niehusinc, de belegen zint tho Evener in deme Kespele tho Hesnen mit tween Kotten, de ock dar beleghen zint, de dar to horet, und mit al eren Tobehoringen, alse de unse waren in alle der Wize, alse de Bref haldet, de dar up van der Ervetale ghegeven ind ghescreven is; und hebbe des in eyne Orkunde und Betugnisse al dusser vornomdem Rede ich vorsprokene Godike min Inghezeghel vor mi und vor Greten miner vorscrevenen Moder an dussen Bref ghehangen. Datum anno Domini M°. CCC°. LX°. secundo, dominica proxima post Lucie virginis.

Übersetzung

Das Dokument ist in mittelniederdeutscher Sprache verfasst und lautet im Hochdeutschen wie folgt:

Ich verkünde euch, Johannes Verkinck, Knappe des Freigrafen Dietrich von Volmerstein, und darüber hinaus all jenen, die diesen Brief sehen und hören lesen: Da wir, Godike von Vechtorpe, ein Knappe, und Grete, meine Mutter, wegen Krankheit und wegen Schwäche unseres Leibes nicht vor euren Freistuhl kommen können, so haben wir verzichtet und [Ansprüche] aufgegeben und lassen [sie] in diesem Briefe auf – in gleicher Weise, als ob wir vor eurem Freistuhl gegenwärtig stünden – zwei Häuser, die 'Niehusinc' genannt werden und die zu Evener im Kirchspiel Heessen gelegen sind, mit zwei Kotten, die ebenfalls dort gelegen sind und dazu gehören, und mit all ihrem Zubehör, so wie sie unser Eigen waren in all der Weise, wie es der Brief enthält, der darüber über das Erbe gegeben und geschrieben ist.

Und ich, der vorgenannte Godike, habe zu einer Urkunde und zum Zeugnis all dieser vorgenannten Rede mein Siegel für mich und für Grete, meine vorgenannte Mutter, an diesen Brief gehängt.

Gegeben im Jahre des Herrn 1362, am Sonntag nach (dem Fest der) Jungfrau Lucia (18. Dezember 1362).

Bemerkungen

Die Datierung lautet auf den Sonntag nach Luzia. Dieser Tag fällt auf den 13. Dezember, der im Jahr 1362 auf einen Dienstag fiel. Damit ist der Sonntag nach Luzia im Jahr 1362 am 18. Dezember.

Literatur

  • Kindlinger, Niklas: Geschichte der Familie und Herrschaft von Volmestein - ein Beytrag zur Geschichte des Bauern- und Lehnwesens, und der Staatsverfassung. Welcher die Urkunden enthält. Osnabrück 1801.

Anmerkungen

  1. Niklas Kindlinger: Geschichte der Familie und Herrschaft von Volmestein - ein Beytrag zur Geschichte des Bauern- und Lehnwesens, und der Staatsverfassung. Welcher die Urkunden enthält. Osnabrück 1801.

Siehe auch

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