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Urkunde 1352 Februar 14

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Der Graf von Arnsberg schreibt am 14. Februar 1352 an die Stadt Dortmund, dass er den Grafen ron Tecklenburg und den Grafen Heinrich von Solms, Herrn zu Ottenstein gegen den Grafen von der Mark gewonnen hat. Dieselben beanspruchen die "dinctal" von allen, welche jenseits der Lippe gefangen werden. Der Graf macht das abhängig von der Zustimmung Dortmunds.

Wortlaut

Die Urkunde ist in mittelniederdeutscher Sprache verfasst und wird nach Rübel (S. 480) zitiert: [1]

Amicis nostris dilectis proconsulihus et consulibus Tremoniensibus detur.

Comes de Arnsberg.

Vrontleke grute vorges. Lyven vronde. wetet, dat wii nu au neisten mandaghe waren reyden by sante Marien veldee kegen den greven van Tekelenberg und greven Hinrik van Solmeze, herren von dem Ottensteyne, unse neven und synt myt en over eyn ghedregen, dat sey uns welt helpen op den greven van der Marke myt al irre macht, und des sule y und wii en saten dey dinktale, dey af geynsit der Lippe vallen mach van den vigenden, alze vorde, alz it ouwe wille is; wint en it is ouwe wille nicht, so en duo wii des oich nicht, und sey sulen ouwe und unse dinktale halden und wii ire dinktale weder, alze vorde alz yt ouwe wille is. Wat dis ouwes willen sy, dat scryvet uns weder unvertoget. Datum sub nostro secreto.

Übersetzung

Soll unseren geliebten Freunden, den Bürgermeistern und Ratsherren von Dortmund, gegeben werden.

Graf von Arnsberg

Freundliche Grüße zuvor. Liebe Freunde. Wisst, dass wir nun am nächsten Montag bei Sankt Marienfelde geritten sind gegen den Grafen von Tecklenburg und Graf Heinrich von Solms, Herrn zu Ottenstein, unsere Vettern, und sind mit ihnen übereingekommen, dass sie uns gegen den Grafen von der Mark mit all ihrer Macht helfen werden. Und dafür sollen ihr und wir ihnen die Dinktale (Ansprüche/Anteile am Diebesgut oder Lösegeld) überlassen, die jenseits der Lippe von den Feinden fallen mögen, so weit, wie es euer Wille ist; wenn es aber euer Wille nicht ist, so tun wir dies auch nicht. Und sie sollen eure und unsere Dinktale halten, und wir ihre Dinktale wiederum, so weit, wie es euer Wille ist. Was euer Wille hierzu ist, das schreibt uns unverzüglich zurück.

Gegeben unter unserem Siegel.

Literatur

  • Rübel, Karl: Dortmunder Urkundenbuch. Band I. Zweite Hälfte. Dortmund 1885

Siehe auch

Anmerkungen

  1. Rübel, Karl: Dortmunder Urkundenbuch. Band I. Zweite Hälfte. Dortmund 1885
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