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Urkunde 1277

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Gottfried von Hövel, Ritter, gibt dem Kloster Welver im Jahr 1277, weil es seine Tochter Odilia aufgenommen hat, eine Kornrente aus seinem Hause zu Süddinker.

Wortlaut

Die Urkunde ist in lateinischer Sprache abgefasst und wird nach WUB 7 (S. 745) zitiert: [1]

Universis Christi fidelibus hanc paginam inspecturis ego Gotfridus de Huvele miles notum facio publice protestando, quod, cum domina abbatissa, priorissa et conventus ecclesie in Welvere filiam meam Odiliam pie ac favorabiliter in suum suscepissent collegium Deo famulaturam in habitu regulari, ego ex communi consensu et bona voluntate filiorum meorum videlicet Johannis, Hermanni, Lamberti et Gotfridi ceterorumque heredum meorum talem de bonis meis pensionem ecclesie contuli memorate, ut de domo nostra iuxta Tiliam sita in Sutdincher tres maltos annone scilicet unum maltum siliginis, unum ordei et unum avene annis singulis libere recipiant tali tamen conditione interposita, quod ego et heredes mei predicta bona redimere possumus XXV marcis denariorum legalium in Susato. In cuius rei testimonium presentem paginam super hiis confectam prefate contuli ecclesie sigilli nostri munimine roboratam; insuper sigillum viri nobilis domini mei Engelberti comitis de Marcha impetravi ad maiorem confirmationem premissorum. Datum anno Domini M.CC.LXXVII

Übersetzung

Allen Christgläubigen, die dieses Schreiben einsehen werden, mache ich, Godefridus von Havixbeck (Huvele), Ritter, öffentlich kund und bezeuge, dass die Frau Äbtissin, die Priorin und der Konvent der Kirche in Welver (Welvere) meine Tochter Odilia fromm und wohlwollend in ihren Konvent aufgenommen haben, damit sie dort im Ordenskleid Gott diene.

Ich habe daher mit der allgemeinen Zustimmung und dem guten Willen meiner Söhne, nämlich Johannes, Hermannus, Lambertus und Gotfridus, und meiner übrigen Erben, der erwähnten Kirche eine solche Abgabe von meinen Gütern zugewiesen: Aus unserem Haus bei der Linde (Tilia) in Süddinker (Sutdincher) sollen sie jedes Jahr drei Malter Getreide, nämlich ein Malter Roggen, ein Malter Gerste und ein Malter Hafer, frei erhalten. Dies geschieht jedoch unter der Bedingung, dass ich und meine Erben die vorgenannten Güter für 25 Mark legaler Pfennige in Soest (Susato) auslösen können.

Zum Zeugnis dessen habe ich der vorgenannten Kirche dieses Schreiben, das hierüber verfasst wurde, übergeben, bekräftigt durch die Stärke unseres Siegels. Außerdem habe ich das Siegel meines edlen Herrn, des Grafen Engelbertus von der Mark (Marcha), für eine größere Bestätigung des Vorgenannten erwirkt.

Gegeben im Jahre des Herrn 1277.

Standort

Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Münster [2]

Weblink in der Digitalen Westfälischen Urkundendatenbank

http://www.westfaelische-geschichte.de/que68938

Lietratur

  • Westfälisches Urkundenbuch. Band 7. Die Urkunden des kölnischen Westfalens vom J. 1200-1300. Münster 1901

Anmerkungen

  1. Westfälisches Urkundenbuch. Band 7. Die Urkunden des kölnischen Westfalens vom J. 1200-1300. Münster 1901
  2. Findbuch (A 394 Kloster Welver)

Siehe auch

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