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Moritz Weiler

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Moritz Weiler (* 1876; † 23. Mai 1939 auf der MS St. Louis vor Kuba) war Lehrer an der jüdischen Schule in Hamm.

Dem israelitischen Lehrer Moritz Weiler wird 1905 auf Widerruf die Erlaubnis erteilt, die nach dem Lehrplan der Volksschule arbeitende private israelitische Schule in Hamm weiterzuführen. [1]

Für die Jahre von 1908 bis 1922 wird er als Lehrer der jüdischen Schule in den Adressbüchern von Hamm geführt. Für 1919 ist seine Wohnung in der Grünstraße 6 belegt. [2]

Mit der Schließung der jüdischen Schule im Jahr 1923 wechselte Moritz Weiler in den städtischen Schuldienst als technischer Lehrer im Berufsschulwesen. Als die jüdische Schule 1929 reaktiviert wurde, konnte er wieder als dortiger Lehrer gewonnen werden. [3]

Familie

Moritz Weiler war mit Recha Wagner verheiratet. Mit ihr flieht er im Jahr 1939 auf der MS St. Louis nach Kuba. Dort und in den USA wird allen Passagieren der St. Louis die Einreise verweigert. Moritz Weiler stirbt am 23. Mai 1939 auf dem Schiff. Seine Frau kehrt mit dem Schiff nach Europa zurück und überlebt das NS-Regime versteckt in Belgien.

Anmerkungen

  1. Amtliches Schulblatt für die Bezirksregierung Arnsberg 15, 1905, H. 8, S. 81
  2. Adressbuch Hamm 1910, 1912, 1913, 1914, 1919, 1922
  3. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 403
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