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Flugzeugabsturz Lancaster ED910 AJ-C

Aus HammWiki

In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 stürzte in Heessen das britische Militärflugzeug Lancaster ED910 AJ-C am nördlichen Rand des Köhlinger Busches, 500 Meter östlich der Münsterstraße, ab. Sie war eins von 19 Flugzeugen der No. 617 Squadron (Dambusters) der Royal Air Force, deren Ziel die Zerstörung wichtiger Staudämme in NRW war.

Hintergrund

Hauptziel der Operation Chastise (engl. Züchtigung) war die Zerstörung der Möhnetalsperre und Edertalsperre, des weiteren der Sorpetalsperre, Listertalsperre und Ennepetalsperre – mit der Absicht, die Kriegsindustrie im Ruhrgebiet lahmzulegen. Die Talsperren dienten der Wasserversorgung und Stromerzeugung und waren somit Antrieb der Rüstungsproduktion.

Die besagte Lancaster ED910 AJ-C flog den Lister-Staudamm an. Auf dem Weg dorthin wurde sie von einer Flak getroffen und stürzte kurz nach Mitternacht in den Wald bei Heessen. Die Besatzung bestand aus:

  • Warner Ottley (Pilot)
  • Ronald Marsden (Flugingenieur)
  • Jack Kenneth Barrett (Navigator)
  • Thomas Barr Johnson (Bombenschütze)
  • Jack Guterman (Funker)
  • Harry John Strange (Rückenschütze)
  • Freddie Tees (Heckschütze)

Von den 7 Crewmitgliedern starben alle bis auf den letztgenannten Freddie Tees. Er überlebte schwerverletzt und kam als Kriegsgefangener ins Stalag Luft VI Heydekrug, Litauen. Die toten Crewmitglieder wurden zunächst auf dem Ehrenfriedhof Hamm-Süden bestattet und 1947 auf den Kriegsfriedhof Reichswald umgebettet. Sergeant Tees starb 1982, seine Asche wurde nach Deutschland überführt und neben den Gräbern seiner Besatzung beigesetzt.

Das Denkmal

Ein Mahnmal zum Flugzeugabsturz wurde in den 1970er Jahren vom Heimatverein Heessen auf Initiative von Ortsheimatpfleger Bernhard Droste und unter Mitwirkung der Pfadfindergruppe Heessen errichtet und 2022 restauriert. Es besteht aus einem Holzkreuz, einem Mahnstein und einer Plakette, die die Namen der Besatzung enthält. Es befindet sich direkt an der Absturzstelle am Rande des Waldes. Der Krater ist noch gut im Gelände erkennbar. Eine Bank lädt zum Verweilen und Innehalten ein.

Quellen

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