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Urkunde 1339 Juli 3

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Wappen der Familie von Sümmern

Gerlach von Summeren verkauft am 3. Juli 1339 dem Kloster Marienfeld den Hof Hofacker bei Werl.

Wortlaut

Die Urkunde ist in lateinischer Sprache verfasst. Ihr Wortlaut wird nach Kindlinger, Band 2, (S. 331-334) zitiert: [1]

Universis presentia visuris seu audituris innotescat, quod ego Gerlacus de Summeren famulus, Gogravius nobilis viri Dommini Adolfi Comitis de Marka, de consensu Druden uxoris mee legitime, Richardi, Godefridi, Alberti filiorum, Hildegundis & Alheidis filiarum, heredum meorum omnium, cum pro tunc alios liberos non haberem, excepto Thiderico filio meo tunc in patria non existente, vendidi rite & rationabiliter viris religiosis .. Abbati & conventui sancte Marie ordinis cysterciensis monasteriensis Dyocesis pro sexcentis marcis legalium denariorum michi ad voluntatem meam numeratis & solutis bona mea, videlicet curiam in Hovackere, sita prope opidum Werle coloniensis dyocesis cum molendino adjacente & eorum proprietatem, libera totaliter & absoluta cum omnibus suis juribus, pascuis, pratis, aquis, piscariis, agris cultis & incultis, meatibus & aditibus, prout jacent in fronde ac cespite ac suis attinentiis universis. Et ut dictis .. Abbati & conventui perfectius in hoc contractu bone fidei caveatur, coram Bertramo de Hondorp Vrigegravio loci illius, in figura judicii propter hoc in Rithen residente, ego Gerlacus, Druda, Richardus, Godefridus, Albertus, Hildegundis & Alheidis supradicti manu & viva voce resignavimus ad manus & utilitatem .. Abbatis & conventus predictorum jam dicta bona & eorum proprietatem cum omnibus fructibus, juribus & attinentiss suis, quemadmodum superius est expressum; & renuntiavimus ac presentibus renuntiamus omni juri proprietatis, possessionis & actionis, quod nobis aut .. heredibus nostris in prenarratis bonis & eorum proprietate hactenus competiit, vel in futurum posset competere de jure vel de facto, transtulimus, & in hiis transferimus in eosdem Abbatem & conventum possessionem dictorum bonorum & proprietatis jure proprie, ita quod exnunc perpetue eorumdem bonorum & proprietatis possissionem habeant corporalem, prefato Vryegravio cum prolocatoribus & sententiis ac aliis consuetis solempnitatibus predicta omnia banno regio confirmante, scabinis astantibus & approbantibus, ut est moris. Insuper statuimus & ordinamus eisdem .. Abbati & conventui fidejussores, honestos viro & strenuos Conradum de Herborne militem, Thydericum de Volmestene, Andream Snaph, Lambertum des Vorshem, Johannem Volenspiet, Hermannum de Nehem, Godefridum de Hovele, Johannem de Berstrate, Arnoldum de Boynen de Kamene, Bodonem Foyen, Johannem de Velmede & Ludolphum de Northove, famulos, qui una nobiscum pro justa warandya dictorum bonorum & eorum proprietate secundum consuetudinem patrie facienda fide data & in solidum promiserunt. In premissorum omnium testimonium ego Gerlacus sepedictus presens scriptum pro me & pro heredibus meis antedictis sigillo meo duxi roborandum: & nos Druda uxor ejusdem, Richardus, Godefridus, Albertus filii, Hyldegundis & Alheydis filie, heredes prelibati, quia propriis sigillis caremus, mariti & patris nostri dilecti sigillo in premissis contentamur. Et ego Bertramus Vryegravius supradictus in testimonium, quod predictorum bonorum & proprietatis coram me sit facta resignatio, & omnia, ut premittitur, banno regio stabilita, sigillum meum ad petitionem partium predictarum duximus presentibus opponendum. Acta sunt hec in sigura judicii coram sede predicta presentibus strenuis viris & honestis Thiderico Thork, Wilhelmo de Nehem, Hartmodo de Berdinch, Florentio de Thunen, Antonio Corthe, Everhardo de Buderike, Freseken de Nehem, Gerwino de Berychem, Thoma Rosth, Henrico Wreden, Adolfo de Sybertinch, Hermanno Melchsterman, Detlevo & Hermanno fratribus de Holdinchove, Hermanno Storch, Thiderico Precone & aliis quampluribus fidedignis testibus ad premissa vocatis specialiter & rogatis, Anno Domini Mmo. CCCmo. XXXmo. nono, in Crastino beatorum Processi & Martiniani martirum.

Übersetzung

Der Urkundentext lautet übersetzt ins Deutsche wie folgt:

Allen, die dieses Schreiben sehen oder hören werden, soll bekannt sein, dass ich, Gerlach von Sümmern, Knappe und Gograf des edlen Herrn Adolf, Graf von der Mark, mit der Zustimmung und dem ausdrücklichen Willen meiner rechtmäßigen Ehefrau Druda, meiner Söhne Richard, Gottfried und Albert, meiner Töchter Hildegund und Alheidis – all meiner Erben, da ich zurzeit keine weiteren Kinder hatte, abgesehen von meinem Sohn Dietrich, der sich nicht im Land aufhielt – rechtmäßig und vernünftig meine Güter verkauft habe an die frommen Herren, den Abt und Konvent der Heiligen Maria vom Zisterzienserorden in der Diözese Münster.

Der Kaufpreis beträgt sechshundert Mark in rechtmäßigen Pfennigen, die mir nach meinem Willen gezählt und bezahlt wurden. Die Güter sind: der Hof Hovacker (curia in Hovackere), gelegen nahe der Stadt Werl in der Diözese Köln, mit der angrenzenden Mühle und deren Eigentum. Dies gilt für alle Rechte, Weiden, Wiesen, Gewässer, Fischereien, Ackerland und Unland, Wege und Zugänge, so wie sie liegen, in Ast und Rasen, sowie mit all ihrem Zubehör.

Und damit den besagten Abt und Konvent in diesem Geschäft des guten Glaubens vollständig Sicherheit gewährleistet wird, haben wir, der vorgenannte Gerlach, Druda, Richard, Gottfried, Albert, Hildegund und Alheidis, vor Bertram von Hundorp, dem Freigrafen dieses Ortes, der zu diesem Zweck in Rithen Gericht hielt, mit Hand und mündlicher Stimme auf die bereits genannten Güter und deren Eigentum mit allen Erträgen, Rechten und Zugehörigkeiten – wie oben dargelegt – zugunsten der vorgenannten Abt und Konvent verzichtet.

Wir haben auf jedes Recht am Eigentum, am Besitz und an jeder Klage, die uns oder unseren Erben an den vorgenannten Gütern und deren Eigentum bisher zustand oder in Zukunft rechtlich oder tatsächlich zustehen könnte, verzichtet und verzichten hiermit. Wir haben den Besitz der besagten Güter und des Eigentums auf rechtliche Weise auf denselben Abt und Konvent übertragen und übertragen ihn hiermit, sodass sie von nun an auf ewig den körperlichen Besitz der Güter und des Eigentums haben. Der vorgenannte Freigraf hat all dies mit Gerichtsvorsitzenden und Urteilen sowie anderen üblichen Förmlichkeiten durch das Königsbann bestätigt, wobei die Schöffen anwesend waren und zustimmten, wie es Sitte ist.

Zusätzlich haben wir denselben Abt und Konvent Bürgen bestellt und eingesetzt: die ehrenwerten und tatkräftigen Männer, Ritter Konrad von Herborne, Dietrich von Volmarstein, Andreas Snap, Lambert von Vorshem, Johann Volenspiet, Hermann von Neheim, Gottfried von Hövel, Johann von Berstrate, Arnold von Bönen von Kamen, Bodo Foye, Johann von Velmede und Ludolf von Nordhofen, Knappen. Sie alle haben gemeinsam mit uns mit Treueeid und gesamtschuldnerisch eine gerechte Gewährleistung (Warandie) für die besagten Güter und deren Eigentum nach der Gewohnheit des Landes versprochen.

Zum sichtbaren Zeugnis all dessen habe ich, der oft genannte Gerlach, dieses gegenwärtige Schreiben für mich und meine vorgenannten Erben mit meinem Siegel bekräftigen lassen. Und wir, Druda, seine Ehefrau, Richard, Gottfried, Albert, die Söhne, Hildegund und Alheidis, die Töchter und vorgenannten Erben, da wir keine eigenen Siegel haben, geben uns mit dem Siegel unseres geliebten Mannes und Vaters in den vorgenannten Punkten zufrieden.

Und ich, der vorgenannte Bertram, Freigraf, habe zum Zeugnis dafür, dass die Resignation der vorgenannten Güter und des Eigentums vor mir erfolgt ist und alles, wie dargelegt, mit dem Königsbann bestätigt wurde, auf Bitten der vorgenannten Parteien mein Siegel an dieses Schreiben anbringen lassen.

Geschehen ist dies in Form eines Gerichts vor der vorgenannten Freistätte in Anwesenheit der tatkräftigen und ehrenwerten Männer: Diederich Tork, Wilhelm von Neheim, Hartmod von Berdinch, Florenz von Thünen, Anton Corthe, Eberhard von Büderich, Freseken von Neheim, Gerwin von Berychem, Thomas Rosth, Heinrich Wrede, Adolf von Sybertinch, Hermann Melchstermann, Detlev und Hermann, die Brüder von Holdinchove, Hermann Storch, Diederich, der Gerichtsvollzieher, und vieler anderer glaubwürdiger Zeugen, die zu den vorgenannten Punkten eigens gerufen und gebeten wurden.

Im Jahre des Herrn 1339, am Tag nach den heiligen Märtyrern Processus und Martinianus (3. Juli).

Bemerkungen

Die Datierung der Urkunde bezieht sich auf das Fest des Prozesses und Matyriums des heiligen Martinian, das jährlich am 2. Juli begangen wird. Dabei nimmt die Urkunde Bezug auf den Folgetag (in crastino), es ist also der 3. Juli gemeint.

Literatur

  • Niklas Kindlinger: Geschichte der Familie und Herrschaft von Volmestein - ein Beytrag zur Geschichte des Bauern- und Lehnwesens, und der Staatsverfassung. Welcher die Urkunden enthält. Osnabrück 1801.

Anmerkungen

  1. Niklas Kindlinger: Geschichte der Familie und Herrschaft von Volmestein - ein Beytrag zur Geschichte des Bauern- und Lehnwesens, und der Staatsverfassung. Welcher die Urkunden enthält. Osnabrück 1801.

Siehe auch

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